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Rhabarberlikör

12 Apr

[Edit 12. April]:

Okay, ich gebe es zu! Eigentlich geziemt es sich für einen ambitionierten Foodblogger nicht wirklich, lauwarm aufgewärmte Posts zu servieren und seiner Leserschaft als vermeintlich neu unterzujubeln. Andererseits: was man heute schreibt, wird ein Besucher in einem Jahr wahrscheinlich kaum mehr zu Gesicht kriegen. Und das könnten durchaus lesenswerte Artikel sein.

Diese Woche beim Gmiiesbüür des Vertrauens, habe ich ihn plötzlich und unverhofft entdeckt: Schweizer Freiland-Rhabarber!
Endlich keine Treibhausware mehr aus Holland! Whoop whoop!!

In diesem Sinne mache ich heute eine Ausnahme und möchte euch dieses bereits schon mal hier vorgestellte Rezept für hausgemachten Rhabarberlikör schmackhaft machen. Es war damals, vor knapp zwei Jahren, mein erster Blogbeitrag ever! Und darauf trinken wir einen!

Beim Barte des Rhabarbers!

Er teilt die Nation. Die einen lieben ihn wegen seiner frischen Säure, die anderen verziehen gerade deshalb das Gesicht: der Rhabarber. Dieses Rezept sollte so oder so ausprobiert werden! Besonders empfohlen denen, die das Frühlingsgemüse so lieben wie ich…

Zu Rhabarber hatte ich schon immer eine ganz besondere Beziehung und bin diesbezüglich seit Kindestagen erheblich vorbelastet. In meinem Elternhaus wuchs er in dicken, saftig-roten Stangen jeden Frühling im hintersten Gartenbeet meiner Grosseltern.

Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich den intensiv sauren Barbarengeschmack als kleiner Junge nicht wirklich mochte. Unser Nachbarjunge hingegen, dessen Heimweg jeweils an unserem Garten vorbeiführte, konnte davon kaum genug kriegen. Ich weiss noch wie meine Grossmutter ihm damals, wenn immer sein Weg unseren Garten kreuzte, eine dicke Stange in Zucker tauchte und ihm so den Heimweg von der Schule versüss-sauerte! Beim Barte des Rhabarbers – wie sehr ich damals bedauerte, dass ich das Zeugs nicht mochte! Mittlerweile sind wir zwei jedoch gute Freunde…

Ursprünglich, so heisst es, stammt der Rhabarber aus Tibet und der Mongolei. Der Name ist abgeleitet von reubarbarum, was so viel wie „Wurzel der Barbaren“ bedeutet. Lange kannte man den Rhabarber vor allem aufgrund seiner medizinischen Wirkung, unter anderem als Abführmittel. Diese Zeiten gehören zum Glück der Vergangenheit an und der Rhabarber hat heute unsere Teller erobert und seinen festen Platz in den Küchen dieser Welt.

An dieser Stelle sei nun ein tolles süsses Rezept vorgestellt, süss mit ordentlich Schuss! Ich hatte zunächst Zucker und Rhabarber im Verhältnis 1:1 ausprobiert, dabei allerdings einen durchaus sehr sehr süssen Likör erhalten. Hier nun die adaptierte, etwas weniger süsse Version… Weiterlesen

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