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White Port & Tonic

7 Aug

Portugals Antwort auf Gin Tonic

Wie alle Jahre wieder, habe ich auch diesen Sommer meine Koffer gepackt und mich gen Süden aufgemacht. Südwesten, um genau zu sein. Ich bin mal wieder zu Gast in Portugal, am äussersten Zipfel der iberischen Halbinsel.

So kommt es, dass ich am Weekend an Portos Riviera an den Ufern des Douro sass, der sich langsam senkenden Sonne entgegenblickte und vergnügt dem Klirren der Eiswürfel im Glas in meiner Hand lauschte.

White Port & Tonic nennt sich dieser erfrischende Longdrink und ist definitiv eine Runde wert – oder zwei!

Es scheint ja fast so, als ob jeder Sommer sein In-Getränk braucht. Nach den Trendsettern Aperol Spritz oder Hugo hätte dieses Jahr der White Port & Tonic oder Portotonic, wie er oft auch genannt wird, Potential zum neuen Mode-Cocktail. Für einen solchen mixt man White Port, also weissen Portwein, mit Tonic Water, kippt ordentlich Eiswürfel dazu und verfeinert das Ganze nach Wahl mit Zitrone oder Limette und etwas Minze – liquid heaven, I gotta tell you!

Portwein gehört quasi zum kulinarischen Kulturerbe Portugals und wird nahezu überall serviert, sogar in Nachtclubs. Allerdings verwendet man da nicht den hierzulande bekannteren gehaltvollen, pflaumig-süssen roten Port, sondern eben seinen trockenen, angenehm leichten Cousin, den White Port. Er wird, welch‘ Überraschung, aus weissen Trauben hergestellt, deren Reben allesamt ausschliesslich in einem geschützten und genau umgrenzten Gebiet im nordportugiesischen Douro-Tal kultiviert werden dürfen. Wo Portwein draufsteht (oder draufstehen darf), ist somit zu 100% Portugal drin.

Die meisten dieser Rebsorten werden seit mindestens 2000 Jahren in diesen Gebieten angebaut, finden sich nirgendwo sonst auf der Erde und zählen somit zum wertvollsten was die Welt des Weines uns zu bieten hat. Portwein wird im Prinzip ähnlich hergestellt wie „normaler“ Wein. Die Trauben werden handgelesen (maschinelle Ernten sind an den steilen Hängen des Douro-Tals schlicht nicht möglich) und zunächst wie bei jedem anderen Wein gepresst und der Most zur Gärung angesetzt.

Durch die Zugabe von hochwertigem, ca. 80%-igem Weindestillat wird jedoch die Maischegärung gestoppt und der nicht vergorene Restzucker verleiht dem Rebensaft eine angenehme, feine Süsse. Je nach Art des Portweins lagert dieser anschliessend für mindestens zwei bis zu maximal sechs Jahre im Fass, bevor das weitere Lagern beschlossen wird – noch länger im Fass oder Lagerung in der Flasche im Keller.

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