Tag Archives: Mandeln

Currysuppe mit Cashew-Sahne

9 Dez

I feel souper!

Sobald die kalte Jahreszeit langsam Einzug hält, beginnt bei mir jeweils eine zwar noch junge, aber mittlerweile schon sehr eingesessene Tradition: der Suppenmontag. Montage kann ja ohnehin keiner leiden. Das Wochenende ist vorbei, man muss wieder zur Arbeit und es dauert fünf ewig lange Tage, bis man sich wieder ab dem Freitag erfreuen kann.

Halb so wild für mich, denn montags freue ich mich jeweils den kompletten Tag über auf den nahenden Feierabend. Dann geht’s ab nach Hause und es wird Suppe gekocht. Mit einem guten Mixer oder Zauberstab lässt sich nämlich so ziemlich alles in eine Suppe verwandeln – und bietet somit ein prima Versteck für die Reste im Kühlschrank vom Wochenende.

Ausserdem spart man Zeit, denn Suppen kann man verdammt schnell zu sich nehmen, also quasi trinken. Zutaten schnippeln, rein in den Topf, Deckel drauf, Herd an, Füsse hoch. Anstelle der hochgelagerten Füsse mache ich mich jedoch, während die Suppe auf dem Herd gemählich vor sich hinköchelt, an den wöchentlichen Hausputz. Staubsaugen (was auf mich tatsächlich eine enorm beruhigende Wirkung hat!), abstauben, Klamotten waschen, Bad reinigen. Die Vorfreude auf das wärmende Schüsselchen Suppe im Anschluss motiviert mich da gleich zusätzlich. Und heute gab’s was besonderes: Currysuppe mit Cashew-Sahne.

Cashew-Sahne? Genau, schon richtig gehört! Sie ist der letzte Schrei und ich bin selbst erst seit kurzem darüber gestolpert. Gotta love it! Das Rezept für die feine Currysuppe habe ich mir beim lieben magentratzerl abgeguckt. Die hatte es kürzlich im Rahmen einer Buchrezenssion gepostet und für mich stand fest: ein klarer Fall für den Suppenmontag. Makes me feel souper! Weiterlesen

Amlou

16 Aug

1001 Sünde wert…

Amlou – allein der Name klingt verführerisch! Betörend, bezaubernd, verlockend! Süss, wuchtig, hinreissend sinnlich!Wenn Gerichte Geschlechter hätten, so wäre Amlou mit Sicherheit eine Frau – und was für eine!

Aber was ist Amlou eigentlich?
Es grenzt ja fast an Beleidigung, aber Amlou ist eigentlich so etwas wie die Nutella des Orients.
Oder noch treffender: was den Amis ihre Erdnussbutter, ist den Marokkanern eben Amlou.
Kurz und bündig: Amlou schmeckt himmlisch gut!
Da könnte ich mich reinsetzen!
Ausschlaggebend für den verlockenden, verführerischen Geschmack sind beste Grundprodukte, deren nur drei benötigt werden: Mandeln, Honig und Arganöl.

Arganöl, was ist denn das nun wieder? Was ganz Tolles! Kaufen, sage ich euch! Es schmeckt fantastisch! Arganöl wird aus den Früchten des Arganbaums gewonnen, welcher heutzutage bloss noch im Südwesten Marokkos wächst. Von den Berberstämmen in der Umgebung wurde Arganöl schon seit Jahrhunderten aufgrund seines exzellenten Geschmacks und der gesundheitsfördernden Wirkung geschätzt. Um das hochwertige Öl herzustellen ist allerdings ein aufwändiges, mühevolles Prozedere inklusive ordentlich anstrengender Handarbeit notwendig. Für die Gewinnung von einem Liter Arganöl werden rund 30kg Früchte benötigt. Im Vergleich dazu werden zum Beispiel für einen Liter Olivenöl bloss fünf bis zehn Kilo Oliven verarbeitet.

Dieser Aufwand wirkt sich verständlicherweise auch auf den Preis aus. So ist Arganöl eher etwas für dick gepolsterte Portemonnaies und 70 Stutz für den Liter sind dann halt beinahe schon Standard, was sich aber definitiv lohnt! Geschmack und Aroma erinnern wild durchmischt an Baumnüsse, Mandeln, leicht verbrannt, holzig und butter-karamellartig mit ganz eigenen Noten. Ihr seht schon, ich schwärme schon wieder!
Das Öl gibts beim Türken des Vertrauens, aber auch in Delikatessengeschäften und teilweise im Detailhandel zu kaufen. Wer mal darüber stolpert sollte unbedingt zugreifen. Weiterlesen