Tag Archives: Limette

Ingwer-Limetten-Crème

18 Sep

Ich schalte ab…

Manchmal, ja manchmal, da fliegt einem die Zeit buchstäblich um die Ohren. Man ackert und rackert und hüpft in Tat und Wahrheit von einer Hochzeit zur nächsten und ehe man sich versieht stellt man mit Erstaunen fest, dass man sich auf seinem ach-so-heiss-geliebten Blog die letzten Wochen ganz ordentlich rar gemacht hat.

Im selben Zusammenhang stellt man dann fest (und diese Tatsache erstaunt gleich doppelt!), dass man die letzten Wochen zwar gegessen, aber tendenziell eigentlich eher selten gekocht hat. Eine Wok-Pfanne voll kunterbuntem Sommergemüse oder eine dampfende Schüssel Pasta mit Bärlauch-Pesto vom Frühjahr zählt in dem Fall natürlich nicht als „gekocht“.

Wenn einem dann auch noch dämmert, dass man seit drei Tagen nicht mehr im Dashboard seines Blogs vorbei geschaut hat, dann kommt man tatsächlich doch ein wenig ins Grübeln. Seit ich meinen Blog vor etwas mehr als zwei Jahren eröffnet habe, gab es nämlich de facto kaum einen Tag, an dem ich nicht kurz unter dessen Motorhaube geschaut hätte.

Aber was jammer‘ ich bloss: hätte ich eine gähnende Leere im Kopf, so wäre diese wohl noch viel schwieriger zu kompensieren. Aber an kulinarischen Geistesblitzen mangelt es mir keineswegs. Insofern: es kommen bessere Zeiten…

Zum Beispiel die anstehende Wildsaison oder morgen abend, quasi last-minute vor dem Abflug: Metzgete! Jedes Jahr wieder eine herrliche Schweinerei!

Vorerst aber begnüge ich mich mit einem Quickie zum Dessert. Ingwer-Limetten-Crème: einfach, schnell und unkompliziert. Aber vor allen Dingen: echt lecker! Die Crème de la crème. Und weil das Nicht-Bloggen gerade so schön ist, gönne ich mir ab morgen drei loco Wochen Urlaub im fernen Kolumbien. Just me, mein Rucksack und was immer kommen mag…

Darum: ich schalte ab. Blog und Gehirn. Bis bald!

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Udon-Nudeln mit karamellisiertem Tofu

13 Feb

Die Tofuphobie

In unseren Breitengraden fristet der arme Tofu ja leider ein trauriges Schattendasein als Mauerblümchen. Zu Unrecht wie ich finde. Zwar muss ich zugeben, dass auch ich meine Anlaufschwierigkeiten damit hatte, mittlerweile aber zum grossen Liebhaber bekehrt bin. Ein Plädoyer für den Sojaquark.

Gegenüber Tofu ranken sich zahlreiche Vorurteile: er sei fade, schlabberig und langweilig. In China und Japan gehört Tofu aber seit Jahrhunderten zur Nationalküche. Und zwei ganze Völker können wohl kaum unter derart heftiger Geschmacksverirrung leiden, oder nicht?

Zugegeben: mit Geschmack hat Tofu nicht viel zu tun. Er flutscht weich über die Zunge und hinterlässt im Gedächtnis kaum Spuren. Der vermeintliche Nachteil der Geschmackslosigkeit stellt sich bei Tofu allerdings als Vorteil heraus. Mariniert und mit einer scharfen Sauce angereichert, entwickelt er sich zum wahren Tausendsassa und überzeugt noch so manchen Fleischtiger positiv.

Wenn jemand keinen Tofu mag, liegt es nämlich in den allermeisten Fällen bloss daran, dass er einfach furchtbar zubereitet wurde. Das ist in etwa so als würde jemand sagen „Ich mag kein Mehl. Ich habe einen Löffel voll probiert und es hat scheusslich geschmeckt!“ und einem dann nicht glauben, dass Brot durchaus lecker schmecken kann. Aber bei Tofu, da ist das Problem oft eindeutig. Ich bin Fleischesser und ich möchte ihn nicht mögen. Punkt.

Dabei gilt in asiatischen Länder der Tofu keineswegs als Fleischersatz, sondern wird sogar oft zusammen mit Fleisch in Gerichten kombiniert. In der vegetarischen Küche ersetzt er hierzulande allerdings oft das Fleisch als Eiweisslieferanten. Schön und recht. Aber auf Pseudo-Fleisch wie Tofu-Würste und so Plunder kann ich trotzdem dankend verzichten.

Es gibt ja Vegetarier, die meinen: „Irgendwann kriege ich Lust auf Fleisch und dann esse ich Tofu-Nuggets, die schmecken wie die echten Nuggets!“
Fast schon heuchlerisch etwas zu essen, dass zwar aussehen und schmecken muss wie Fleisch, aber kein Fleisch sein darf. Oder nicht? Dann lieber gleich so… Weiterlesen

Thai Ginger Ale

18 Apr

Der Champagner unter den Softdrinks

Ich liebe es in Kochbüchern und Foodmagazinen zu schmökern. Letztere treffen in derart hoher Frequenz in meinem Briefkasten ein, dass ich manchmal kaum Zeit finde alle zu lesen. Oft ertappe ich mich dann dabei, wie ich in Träumen schwelgend darin blättere und langsam abtauche. In Kochbüchern zu schmökern ist für mich wie in einem Reiseprospekt zu blättern. Abtauchen, geniessen und von Fernweh träumen. Auf meinem Nachttisch stapeln sich immer mindestens zwei Exemplare. Meine nach unten offene Nachkoch-Liste wird dadurch zwar nicht kürzer, aber dafür schlafe ich danach immer ganz zufrieden und geistig wohlgenährt ein.

Wer gerne kocht und in Kochbüchern oder -magazinen stöbert, der kennt das: Man denkt an nichts Böses, blättert gedankenverloren durch die Seiten und dann plötzlich ist es da: dieses Rezept! Und ihr wisst augenblicklich, ich MUSS das nachmachen! Andere Leckereien, welche zwar seit Monaten auf  besagter Liste stehen, müssen sich dann zum Wohle der Neuentdeckung hinten anstellen. So geschehen letzte Woche mit nachfolgendem Rezept, welches ich in der neusten marmite-Ausgabe entdeckt habe.
Thai Ginger Ale – für mich der Champagner unter den Softdrinks!

Basis des guten Geschmacks bildet logischerweise Ingwer – und Zitronengras! Zwei gute Freunde. Freunde, die man zum Fressen gern hat!
Dem Ingwer prophezeie ich ohnehin eine rosige Zukunft. Das Gewürz des diesjährigen Sommers schlechthin. Und der Ingwer-Hype hält an. Fast jede Frauenzeitschrift wirbt dafür. Was Ayurveda-Hippies schon unlängst für sich entdeckt haben, schlachtet mittlerweile auch die Wellness- und Foodmarketing-Industrie bis zur Unkenntlichkeit aus.  Kein Trendgetränk, egal ob Bier, Wein oder Schorle, welches ohne die würzige Wunderknolle auskommt.

Naja, aber man muss sich ja nicht zwingend durch jede Pfütze trinken. Das einzige Getränk, das ich aus gesundheitlichen Überlegungen trinke, ist Bier.

Homemade Thai Ginger Ale hingegen spielt in einer ganz anderen Liga. Eiskalt serviert ist es zurückhaltend angenehm und doch erfrischend im Geschmack. Das Zeug kann man vermutlich kübelweise runterschütten. Weiterlesen