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Thai Ginger Ale

18 Apr

Der Champagner unter den Softdrinks

Ich liebe es in Kochbüchern und Foodmagazinen zu schmökern. Letztere treffen in derart hoher Frequenz in meinem Briefkasten ein, dass ich manchmal kaum Zeit finde alle zu lesen. Oft ertappe ich mich dann dabei, wie ich in Träumen schwelgend darin blättere und langsam abtauche. In Kochbüchern zu schmökern ist für mich wie in einem Reiseprospekt zu blättern. Abtauchen, geniessen und von Fernweh träumen. Auf meinem Nachttisch stapeln sich immer mindestens zwei Exemplare. Meine nach unten offene Nachkoch-Liste wird dadurch zwar nicht kürzer, aber dafür schlafe ich danach immer ganz zufrieden und geistig wohlgenährt ein.

Wer gerne kocht und in Kochbüchern oder -magazinen stöbert, der kennt das: Man denkt an nichts Böses, blättert gedankenverloren durch die Seiten und dann plötzlich ist es da: dieses Rezept! Und ihr wisst augenblicklich, ich MUSS das nachmachen! Andere Leckereien, welche zwar seit Monaten auf  besagter Liste stehen, müssen sich dann zum Wohle der Neuentdeckung hinten anstellen. So geschehen letzte Woche mit nachfolgendem Rezept, welches ich in der neusten marmite-Ausgabe entdeckt habe.
Thai Ginger Ale – für mich der Champagner unter den Softdrinks!

Basis des guten Geschmacks bildet logischerweise Ingwer – und Zitronengras! Zwei gute Freunde. Freunde, die man zum Fressen gern hat!
Dem Ingwer prophezeie ich ohnehin eine rosige Zukunft. Das Gewürz des diesjährigen Sommers schlechthin. Und der Ingwer-Hype hält an. Fast jede Frauenzeitschrift wirbt dafür. Was Ayurveda-Hippies schon unlängst für sich entdeckt haben, schlachtet mittlerweile auch die Wellness- und Foodmarketing-Industrie bis zur Unkenntlichkeit aus.  Kein Trendgetränk, egal ob Bier, Wein oder Schorle, welches ohne die würzige Wunderknolle auskommt.

Naja, aber man muss sich ja nicht zwingend durch jede Pfütze trinken. Das einzige Getränk, das ich aus gesundheitlichen Überlegungen trinke, ist Bier.

Homemade Thai Ginger Ale hingegen spielt in einer ganz anderen Liga. Eiskalt serviert ist es zurückhaltend angenehm und doch erfrischend im Geschmack. Das Zeug kann man vermutlich kübelweise runterschütten. Weiterlesen

White Choco meets Curry

28 Okt

Weisses Schokoladen-Ingwer-Eis
mit Honig-Curry-Cashews

Ich nehme es vorweg: Ein Hammer-Rezept! Weisse Schokolade und Curry? Vermutlich genauso irritiert wie ihr eben, habe ich auch geschaut, als ich davon das erste Mal hörte. Aber was anfänglich wie ein schlechter Witz klingt, wird euch definitiv aus den Socken pusten! Versprochen! Ein absolutes Must-Try!

Ich brauchte keine zwei Bissen, um mich mit dieser Kombi anzufreunden! Mittlerweile erwische ich mich sogar immer wieder mal dabei, wie ich auf eine banale Tafel weisse Schoko einen Hauch hausgemachtes Masala streue. Chocolate explosion in your mouth! Viele Kreationen muten ja zunächst etwas seltsam an, nicht? Man denke da an Vanille-Eis mit Kürbiskernöl, an frische Erdbeeren mit grünem Pfeffer oder Ananas mit Pfefferminzzucker berieselt. Aber genau diese Gegensätze machen den kulinarischen Höhenflug doch aus! Besonders die asiatische Küche zelebriert diese Kunst in meinen Augen sehr überzeugend. Da mischt man Krossgebackenes mit Butterzartem, heiss mit kalt, scharf mit mild und gibt ganz klassisch dem Süssen Saures!

Ein wenig fernöstlichen Touch durfte auch dieses Rezept erfahren. Der würzig-scharfe Ingwer kontrastiert ganz wunderbar mit der Süsse der Schokolade. Die Cashews werden im Honig karamellisiert und anschliessend mit reichlich Vanillesalz und hausgemachtem Currypulver bestäubt. Und meiner neuen Glacémaschine sei Dank, kamen letzhin auch meine lieben Freunde in den Genuss dieser Köstlichkeit.

Jaja, wer mich zum Freund hat, dem geht es halt schon gut… Weiterlesen