Tag Archives: Fondue

Bierbrezel-Fondue

11 Jan

Klassiker re-reloaded

Die Woche war ja irgendwie schon komisch, nicht? Der Blick aus dem Fenster hat mich eher an aufkommende Frühlingsgefühle als an kuschelig-warme Winternächte vor dem Kamin erinnert. Da draussen zwitscherten die Vögel, von Winter Wonderland keine Spur, alles in Grün und einige Bäume und Sträucher knospen doch tatsächlich schon!

Zwar soll es Menschen geben, die sich auch im Hochsommer bei brütender Hitze um ein Fondue-Caquelon scharen und auf Gabeln aufgespiesste Brotwürfel in geschmolzenem Käse versenken. Doch da lehne ich dankend ab. Für mich gehört Käsefondue zum Winter wie das Amen in die Kirche. Nun denn, zumindest auf dem Papier ist es ja Winter…

Wenn es um das Schweizer Nationalgericht schlechthin geht, dann bin ich ja bekanntermassen kein puristischer Spiessgeselle und lasse mich auch gerne mal auf ein Experiment ein. Das hat das letztjährige Cheeseburger Fondue ganz formidabel vorgemacht. Im neuen Jahr versuchen wir uns nun an einer Variante mit – ich nenn das mal leicht bayrischem Einschlag.

Feine Speckwürfeli werden zunächst in der Pfanne angezogen und knusprig gebraten, bevor sich etwas Knoblauch und die obligate Käsemischung nach Art des Hauses dazugesellt. Getränkt wird das Ganze, anstatt klassisch mit Weisswein, mit bronzenem Amberbier, was dem Fondue ein herrlich würziges, leicht süssliches Aroma verpasst. Abgerundet wird die Geschichte indem anstelle von Weissbrot krosse Laugenbrezen den Weg auf den Tisch finden.

Zum Schluss noch eine Messerspitze Natron – das schäumt das Fondue schön auf, macht es fluffig und sorgt für bessere Verdauung. Aber bitte: nur eine Messerspitze voll, ansonsten dürft ihr „hueregopfertammisiech!“ die ganze Sauerei wegputzen!

Und übrigens: getrunken wird dazu natürlich unter gar keinen Umständen Weisswein, sondern -wie könnte es auch anders sein- Bier!
Proscht und en Guete! Weiterlesen

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Cheeseburger Fondue

9 Dez

Klassiker reloaded

Wir Schweizer lieben ja Käse. Und ganz besonders lieben wir ihn in geschmolzener Form, nämlich als Raclette oder eben Fondue. In dieser Hinsicht bin ich durch und durch Traditionalist.

Eine bei uns besonders wichtige Gewissensfrage lautet jeweils: isst du lieber Raclette oder Fondue? Wer zaghaft mit „ich mag eigentlich beides“ antwortet, hat nichts verstanden.

Ich mag lieber Fondue. Obwohl, zugegeben, irgendwie auch ein seltsames Gericht. Ich meine: Allerlei Käse wird in einem grossen Topf über dem Feuer geschmolzen, um danach im Schein der flackerenden Flamme des Rechauds Brotwürfel darin einzutauchen? Ich verstehe warum einige Ausländer den Kopf ob dieser Tradition schütteln. Aber es schmeckt halt einfach und ist mitunter ein rustikales und abendfüllendes Gesellschaftsessen, um das sich viele Bräuche und Gewohnheiten ranken.

So ist es zum Beispiel bei uns Tradition, dass ein Teilnehmer, der sein Brot im Käse verliert, eine Runde Weisswein oder Schnaps ausgeben muss. Andere müssen aufstehen und ein Lied singen. Diese „Verliererbräuche“ können variieren. Bei Asterix bei den Schweizern werden die „Verlierer“ mit einem Stock verprügelt, ausgepeitscht und in den Genfersee geworfen. Auch eine tolle Tradition… 

Ganz soo traditionell kommt mein Rezept aber heute nicht daher. Im Gegenteil. Puristen werden wohl die Hände über dem Kopf verwerfen. Ganz klassisch gilt: Brot ist die Beilage to eat! Aber zu meiner Verteidigung: mir gefällt an Fondue besonders, dass man es immer wieder neu erfinden kann. Sowohl die Käseauswahl als auch das Brot (oder eben anderes Gut zum Eintauchen) können x-beliebig variiert und neu kombiniert werden. Entstanden ist bei mir das nachfolgende Rezept für ein – ich nenn das mal Cheeseburger Fondue!
Gar kein Käse, wie ich finde… Weiterlesen