Tag Archives: Curry

Maharaja’s Diner

18 Dez

Indische Tafelrunde

Wer hat gerne Kardamom? Wer hat gerne Linsen? Wer hat gerne Blumenkohl? Wunderbar, hier lang. Heute gibt es indisch. Die Ritter der indischen Tafelrunde. Das sind meine 12 Kumpels, deren bessere Hälften, sechs Stunden Höchstleistung in der Küche und ein Gewürz-Arsenal bei dem jeder Inder neidisch staunen würde. Unsere Küche glich in einigen Phasen zwar einem Schlachtfeld, aber roch dafür permanent wie im Taj Mahal himself.

Und das wollten wir doch! Wollten wir das nicht?

Indische Gerichte erscheinen ja immer total kompliziert und beim Lesen der Zutatenliste verstehe ich den einen oder anderen, dem die Lust aufs Nachkochen auch gleich wieder vergeht. Nun ja, ein paar mehr Gewürze im Schrank als nur Salz und Pfeffer benötigt ihr definitiv, aber daran soll es nicht scheitern.
Meine Geheimwaffe: ordentlich Bockshornklee dazu.

Grundsätzlich gilt: Beziehungen muss man haben. Besonders dann, wenns um Essen geht! Mittlerweile wissen all meine Freunde und Verwandten Bescheid darüber, was sie mir jeweils aus dem Urlaub mitbringen dürfen müssen! Natürlich! Stichwort Gewürze! Am liebsten ganz, rein, unverfälscht und in Topqualität! Jaja, der Herr hat Ansprüche. Glücklicherweise ist irgendwer immer auf Reisen unterwegs und denkt an mich. Für Nachschub ist also gesorgt! Mein grösster Traum wäre ja ein begehbarer Gewürzschrank. Aber da darf ich wohl noch etwas weiter träumen…

Zurück zum indischen Bankett: die hungrige Meute bekocht haben wir zu dritt. Chef de Cuisine, Sous Chef und Küchenjunge. Und was am Ende des Tages unsere Küche verlassen hat, machte den Eindruck als hätte eine halbe Küchenbrigade 24 Stunden hinter den Töpfen gestanden. Ein intensiv-würziger Duft erfüllt das ganze Haus und betäubt sämtliche Sinne. Gross war die Versuchung sich gleich in der Küche eine Serviette umzubinden und die Pfannen Löffel für Löffel wegzuputzen.

Es gab:

  • Lammgigot mit Kardamom
  • Rotes Hühnercurry
  • Aloo Gobi (Blumenkohlcurry)
  • Palak paneer (Spinat mit indischem Käse)
  • Masoor dal (Rotes Linsencurry)
  • Kohl mit Senfkörnern
  • gebratener Reis mit Tamarinde
  • Naan-Brot, Chapatis und Pappadams
  • Gurken-, Tomaten- und Kokosraita

Dazu eine 5-Liter-Flasche spanischen Rotwein (genau, die Inder sind ja bekanntermassen kein Volk der Winzer). Und ja, wir haben viel gegessen. Und noch mehr getrunken. Entstanden ist daraus ein Mammut-Post für meinen Blog. Der wohl mit Abstand längste bisher… Ich wünsche fröhliches Nachkochen…

Weiterlesen

Werbeanzeigen

White Choco meets Curry

28 Okt

Weisses Schokoladen-Ingwer-Eis
mit Honig-Curry-Cashews

Ich nehme es vorweg: Ein Hammer-Rezept! Weisse Schokolade und Curry? Vermutlich genauso irritiert wie ihr eben, habe ich auch geschaut, als ich davon das erste Mal hörte. Aber was anfänglich wie ein schlechter Witz klingt, wird euch definitiv aus den Socken pusten! Versprochen! Ein absolutes Must-Try!

Ich brauchte keine zwei Bissen, um mich mit dieser Kombi anzufreunden! Mittlerweile erwische ich mich sogar immer wieder mal dabei, wie ich auf eine banale Tafel weisse Schoko einen Hauch hausgemachtes Masala streue. Chocolate explosion in your mouth! Viele Kreationen muten ja zunächst etwas seltsam an, nicht? Man denke da an Vanille-Eis mit Kürbiskernöl, an frische Erdbeeren mit grünem Pfeffer oder Ananas mit Pfefferminzzucker berieselt. Aber genau diese Gegensätze machen den kulinarischen Höhenflug doch aus! Besonders die asiatische Küche zelebriert diese Kunst in meinen Augen sehr überzeugend. Da mischt man Krossgebackenes mit Butterzartem, heiss mit kalt, scharf mit mild und gibt ganz klassisch dem Süssen Saures!

Ein wenig fernöstlichen Touch durfte auch dieses Rezept erfahren. Der würzig-scharfe Ingwer kontrastiert ganz wunderbar mit der Süsse der Schokolade. Die Cashews werden im Honig karamellisiert und anschliessend mit reichlich Vanillesalz und hausgemachtem Currypulver bestäubt. Und meiner neuen Glacémaschine sei Dank, kamen letzhin auch meine lieben Freunde in den Genuss dieser Köstlichkeit.

Jaja, wer mich zum Freund hat, dem geht es halt schon gut… Weiterlesen

Kari Ayam

7 Okt

Indonesisch tafeln – Teil 3

Mit Schrecken musste ich gestern feststellen, dass ich auf diesem Blog bisher noch kein einziges Rezept für ein Curry veröffentlicht habe. Und dies bei mir, einem überzeugten Curry-Junkie und Gewürzliebhaber! Aber glücklicherweise hatten wir ja vor einiger Zeit bei mir daheim eine indonesische Tafelrunde veranstaltet und von dieser schulde ich euch ja bekanntermassen noch den Rest…

Um unsere Indonesien-Trilogie somit würdig und mit einem Feuerwerk der Aromen abzuschliessen, wagen wir uns heute im dritten und letzten Teil an ein klassisches Curry-Gericht: kari ayam. Zu deutsch ganz simpel: Hühnchen-Curry. Während wir zur Vorspeise lecker Satay-Spiesschen genossen und anschliessend den Magen und Gaumen mit Mie goreng in Stimmung brachten, darf’s zum Hauptgang nun auch gerne ein zünftiges, sinnliches Curry sein.

ABER: Für alle, die es immer noch nicht geschnallt haben – Gemüseküche ist ein Riesentrend! Und so möchte ich gleich zu Beginn darauf hinweisen, dass das nachfolgende Rezept auch ohne weiteres mit jedermann und -fraus Lieblingsgemüse zubereitet werden kann. Bei uns gab’s Hühnchen, denn mein Kumpel Pädde (das Raubtier in ihm) kann als verfressener Fleischtiger nur schwer von derartigen Trends überzeugt werden. Gemüse fungiert eher als Stiefkind innerhalb seines kulinarischen Horizontes. Und trotzdem – es hätte auch durchaus mit Blumenkohl, Kartoffeln, Karotten oder mit aktuell saisonalen (und sensationellen) Kürbissen geschmeckt.

Zum Kaffee gab’s dann sogar eine Premiere, und zwar eine durchaus skurille Rarität. Wer mehr wissen will, der darf nun ganz getrost Weiterlesen

Hausgemachtes Curryöl

9 Jul

von Nah und Fern…

Eines gleich vorweg: Ich liebe Curry. Ich liebe diese Vielfältigkeit der Aromen, diese Intensität der Düfte und wie man damit spielen kann. Etwas mehr Ingwer, etwas weniger Zitronengras, die Gewürze etwas stärker rösten, noch etwas Chili, ein schier unendliches Geschmackserlebnis. So mische ich auch gerne meine eigenen masalas und probiere immer wieder neue Kreationen aus.

Über die Dauer hat sich eine beträchtliche Auswahl an verschiedenen Pülverchen, sowohl gekauft wie auch selbst gemischt, in meinem Gewürzschrank angesammelt. Dies hat mich auf die Idee gebracht, das Currypulver mit einem hochwertigen Öl zu kombinieren. Das Resultat kann sich echt sehen lassen. Curryöl passt sowohl zur kalten wie auch zur warmen Küche. Verfeinert doch einmal eure Kürbissuppe, das Thunfisch-Carpaccio oder junges Gemüse damit. Oder bratet darin Geflügel, Fisch oder Meeresgetier. Eines meiner Lieblingsrezepte ist eine leckere Vinaigrette mit Curryöl und Mangobalsam, welche wunderbar zu fein gehobeltem rohem Gemüse passt. Am besten verwendet man ein qualitativ hochwertiges und geschmacksneutrales Öl wie Maiskeim-, Raps-, Erdnuss- oder Sonnenblumenöl, der Geschmack  soll schliesslich auch gut zur Geltung kommen.

Aber halt – nicht nur die Qualität des Öls, sondern auch diejenige des Currypulvers, wirkt sich bei diesem Rezept auf das Endprodukt aus. Spart also nicht bei der Qualität des Currypulvers. Natürlich müsst ihr auch nicht zwingend euren besten Curry verwenden, zumal dieser kurz vor Schluss ohnehin wieder durchs Sieb passiert wird. Ein gutes, qualitativ hochwertiges Curry soll es aber schon sein. Die Bandbreite an verschiedenen Pulvern ist derart gross, die Hauptsache bleibt, dass es einem schmeckt! Experimentiert also ruhig ein wenig!

Weiterlesen