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Thurgauer Apfelkuchen

31 Okt

Iss lieber mal ’nen Apfel

Im äussersten Nordosten der Schweiz liegt der Kanton Thurgau, direkt am Bodensee. Wer hierher fährt, darf in den Apfel beissen, denn die rotwangige Frucht ist dort allgegenwärtig. Den Apfelkanton kennt man daher hierzulande auch besser unter dem Spitznamen Mostindien.

Jeder dritte in der Schweiz geerntete Apfel stammt aus dem Thurgau, dem somit grössten Obstbaukanton der Eidgenossenschaft, welcher sogar jährlich eine Apfelkönigin wählt. Insbesondere jetzt in den Herbstmonaten finden sich hierzulande allerorts wieder rot- und gelbschalige Äpfel, welche einem ins Gesicht lachen und förmlich danach schreien: Apfelkuchen backen!!
Direkt vom Baum in den Ofen sozusagen. Ob die Apfelkönigin auch täglich einen Apfelkuchen verputzen darf, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis.

So oder so: Rezepte für Apfelkuchen gibt es vermutlich so viele wie Grossmütter auf der Welt. Aber ausgerechnet meine Grossmütter haben mir keines überlassen. Dafür aber eine Anleitung für einen unverschämt guten Osterkuchen. Aber bis dahin dauert es ja noch eine Weile.

Also habe ich auf mein bewährtes Rezept für Thurgauer Apfelkuchen zurückgegriffen. Heute fällt der Apfel allerdings etwas weiter vom Stamm, denn die Rezeptvorgaben wurden von mir beliebig abgeändert. Und so präsentiert sich mein Kuchen mit einer knusprigen Schicht aus Tonkabohnen-Streuseln und wird mit einer himmlischen Salzkaramell-Sauce serviert.
Kalorienzählen so was von verboten!

Und weil das so gut geschmeckt hat und noch viele Äpfel auf baldigen Verzehr warten plane ich bereits den nächsten Streich.

Vielleicht endlich mal eine Tarte Tatin?

Wir bleiben gespannt. Wie der Ranzen, nach dem Verzehr dieser Köstlichkeit 😉 Weiterlesen

Red Hot Chili Muffins

5 Okt

Immer schön anfeuern

Da ist sie wieder, die schönste Zeit des Jahres: das Chili-Erntedankfest.

Die erste Tranche habe ich am Freitag grosszügig abgeerntet. Eine zweite dürfte wohl demnächst folgen. Piment d’Espelette und Chile Serrano sind die Pioniere der diesjährigen Ernte. Da Sommer und Sonne im 2013 leider aber ziemlich lange auf sich warten liessen, haben die Pflänzchen erst relativ spät mit der Blüte begonnen. Über die drei Wochen Dauerhitze im August bei rund 30°C haben sie sich dann aber sichtlich gefreut.

Fazit: aktuell bevölkern Hundertscharen von scharfen Schoten meine acht Pflanzen im Garten. Über so viel Ertrag durfte ich mich in den fünf Jahren Chili-Anbau noch nie erfreuen. Einzig fahler Beigeschmack: momentan präsentiert sich das Gros der kleinen Scharfmacher noch in leuchtend-prallem Grün. Kein Problem für Jalapeños, Serranos und Konsorten. Schon eher problematisch bei Habanero, Cayenne und Co. Die schmecken so nämlich nicht.

Nun denn. Gerüchten zufolge verspricht uns Petrus ja einen vorzüglichen Altweibersommer. Das sollte meine Liebsten noch zusätzlich anfeuern. Viel Zeit bleibt allerdings nicht mehr. Aber bis dahin feuere ich mal wieder den Ofen ein und wage mich -Achtung festhalten- zum ersten Mal überhaupt ans Backen von Muffins.

Rein optisch zwar formidabel missglückt, erinnern sie mehr an Brötchen als an das, was sie eigentlich sein sollten. Ob’s an meiner Muffin-Jungfräulichkeit, dem Teig oder den billigen Muffin-Förmchen aus dem Supermarkt lag? So oder so. Geschmeckt haben sie vorzüglich.

Und weil der liebe Herbst (hallo übrigens!) nebst heissen Chilis noch mit allerlei weiteren Leckereien auftrumpft, habe ich meine Red Hot Chili Muffins heute mal mit frischen Pfifferlingen kombiniert. Hierzulande besser bekannt als der gemeine Eierschwamm. Ganz schön heiss! Weiterlesen

Tarte à la rhubarbe meringuée

20 Jun

Happy Blogpurzeltag

Kaum zu fassen. Virtueller Geburtstag… der erste!

Mein Blog wird heute ein zartes Jahr alt und feiert seinen ersten Blogpurzeltag. Und es gibt ihn immer noch! Zeit für einen kurzen Rückblick:

Was vor einem Jahr als spontanes Projekt aus dem Nichts entstand, wächst unaufhörlich weiter und nimmt heute wöchentlich einige viele Stunden meiner Freizeit in Anspruch. Mittlerweile hat das Baby laufen gelernt und hat auch mein eigenes Leben ein klein wenig verändert. Aber meine kindliche Freude am Kochen und Geniessen ist geblieben.

Time is running! 62 Artikel wurden bisher verbloggt, über 17’000 Aufrufe getätigt (keine Ahnung, ist das viel?) und 370 Kommentare verfasst. Und auch 12 Monate nach der Geburt meines Blogbabys kämpfe ich noch tagtäglich mit den Tücken des WordPress-Systems. Eine neue Kamera habe ich mir trotz allen Ambitionen immer noch nicht angeschafft und meine simple Digicam von Nikon wird somit wohl auch weiterhin mein steter Begleiter in der Küche bleiben.

Was noch? Aja! Facebook-Liken oder noch besser -Sharen ist mittlerweile ein absolutes Must und meine Küche ist seit der Gründungsstunde von myfoodprints.net noch dreckiger als sonst! Und ja, es ist jetzt nun mal einfach so: bevor gegessen wird, wird fotografiert! Und vorher rührt mir keiner den Teller an! Aber gerade deshalb: Ich freue mich, wenn ich eine Hand voll kochwütiger Leser glücklich machen kann.

Reich geworden bin ich nicht. Ruhm und Berühmtheit? Mitnichten!
War auch nie mein Ziel. Der für mich schönste Lohn sind ohnehin die vielen netten Kommentare der regelmässigen, feinen Leserschaft, die einem auf sympathische Weise immer wieder aufzeigen, dass man nicht alles soo falsch macht, wie man manchmal denkt.

Schon interessant… Da sind Leser und Mitblogger irgendwo da draussen im weltweiten Web, die hat man noch nie im Leben gesehen oder gehört… aber trotzdem hat man das Gefühl, man kennt die irgendwie und sie sind einem ans Herz gewachsen.

An euch alle an dieser Stelle ein grosses grosses DANKESCHÖN!
You know who you are! Auf euch kommt es an!

Und wie lautet eigentlich mein persönliches Rezept für einen erfolgreichen Blog?

  • 1 kg Kreativität
  • 500 g positive Lebenseinstellung
  • 250 g Leidenschaft fürs Essen
  • 100 g Jamie Oliver
  • 120% Motivation
  • 1 h Liegestuhl
  • 2 h Bewegung
  • 1 gehäufter Esslöffel Neugierde
  • 1 Prise Wahnsinn

Alles in einen Topf schmeissen, kräftig umrühren, ziehen lassen – und fertig! Weiterlesen

Mohnstreuselkuchen

14 Nov

Das Leben ist zu kurz für Knäckebrot

Hat mal irgendwer gesagt. Dem kann ich natürlich nur beipflichten. Man muss sich auch mal etwas gönnen. Zum Beispiel ein deftiges Stück herzhaften Mohnstreuselkuchen – oder drei!

Kürzlich hatte ich ja mal wieder Geburtstag! Da freue ich mich immer besonders drauf! Nicht bloss der Geschenke, der vielen Küsschen, Gratulationen und des feierabendlichen Umtrunks wegen, sondern weil ich dann mal wieder meinen Ofen anschmeissen darf und zur Höchstform auflaufe: Kuchen backen! In diesem Jahr erfreuen sich die Kollegen bei der Arbeit eines einmalig leckeren Mohnkuchens mit deftig vielen Streuseln drauf. Geht es euch nicht auch so? Kuchen mit Streuseln sind echt eine Bereicherung. Egal was sich darunter verbirgt und ob man es mag, alleine der Streusel wegen lohnt sich die Sünde der Verkostung. Die absolute Krönung jeder Kaffeetafel. Es heisst ja schliesslich Kaffee und Kuchen, nicht Kaffee und Brot.

Ich mag mich noch gut an meine erste Begegnung mit diesem Kuchen erinnern: es war Liebe auf der ersten Biss! Genussvoll schmatzend und mit Krümeln im Mundwinkel war ich der Überzeugung, ich hätte wohl noch nie etwas soo Gutes gegessen! Üppig, aber gut! Auf zweimaliges Nachfragen hin, habe ich dann auch tatsächlich das Rezept dazu erhalten, welches ich nun gerne mit den Zuckerbäckern unter euch teile…

Und diejenigen wissen ja bestimmt: am nächsten Tag schmeckt der Kuchen noch besser! Also ruhig einen Tag im Voraus die Backstube einheizen… Mindestens… Weiterlesen