Gin Tonic Sorbetto

24 Apr

Getting drunk on ice cream

Ausprobieren! Unbedingt! Mehr kann ich dazu eigentlich kaum sagen.
Wer Gin & Tonic mag, wird diese Ice Cream hier lieben. Wenn ich könnte, würde ich meine Hände damit waschen! Und wer daheim schon mal selber Sorbet gemacht hat, der weiss wie idiotensicher dies funktioniert. Die Zutatenliste ist relativ kurz und das Resultat ein herrlich erfrischendes, kühlendes Sorbetto.

Lust oder Frust? Chips, Coca Cola, Schokolade, Burger… die Seelentröster nach einer schmerzhaften Trennung, bei Liebeskummer oder sonstigen Hängern im Leben sind ja ziemlich mannigfaltig. Hauptsache tröstendes Fett und Zucker. Oder Alkohol. Oder beides. Die schnellste, einfachste und wohl auch leckerste Form der Ersatzbefriedigung ist aber definitiv Eis. Es schmeckt, macht glücklich, ist überall verfügbar, ist ehrlich und betrügt nicht, es ist formbar und man kann auswählen, welches und wie viel man möchte. Kein Partner der Welt kann das ersetzen…

Und um die FAQ’s auch gleich abzuhandeln: nein, ich habe keine Trennung hinter mir 😉 Um ehrlich zu sein: ich esse einfach verdammt gerne Eis!

2014 war ja bekanntlich das Jahr des Gins. Der gute alte Wacholder-Brand ist momentan wieder voll angesagt und wird mittlerweile ins Szenie-Bars landauf landab zelebriert. Wer hip sein will, trinkt in der Bar einen Gin Tonic. Wer noch hipper sein will, verlangt als Garnitur Gurke und Pfeffer. Aber sind wir mal ehrlich: noch mehr Gin-Auswahl wird allerdings langsam unerträglich! Wer wirklich etwas auf sich hält, der nimmt quasi den fertigen Cocktail und friert ihn zu Eis. Und Schnaps im Essen kommt eh immer gut!

Im Falle von Ice Cream kann insbesondere Spongebob Schwammkopf davon buchstäblich ein Lied singen. Und ja, das mit dem Coming-Out hätte sich dann wohl auch erledigt. Denn so schwachsinnig es auch klingt: ich bin tatsächlich ein grosser Fan des burgerbratenden, gelben Schwamms 😉

Gin Tonic Sorbetto

  • 150 ml Wasser
  • 150 g extrafeiner Zucker
  • 150 ml Tonic Water
  • 3 cl Monkey 47 Schwarzwald Dry Gin
  • Schale und Saft einer Limette
  • Saft einer halben Zitrone
  • ½ Salatgurke
  • 1 EL Meersalz

Zunächst wird die Gurke gewaschen und anschliessend in feine Scheiben geschnitten. Diese vermengt ihr mit dem Meersalz und lässt alles im Kühlschrank eine gute Stunde lang durchziehen. So wird der Gurke das Wasser entzogen und wir erhalten den Gurkensaft, welchen wir später für unser Sorbet weiterverwenden werden.

In der Zwischenzeit Wasser in einen Topf geben und den Zucker hinzufügen. Bei schwacher Hitze zum Kochen bringen und reglmässig rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Nun die Hitze reduzieren und alles 5 Minuten simmern lassen, dabei weiter rühren, bis die Flüssigkeit zu Sirup wird.

Den Sirup in eine hitzebeständige Schüssel geben und ca. 30 Minuten lang zur Seite stellen, gelegentlich umrühren, bis die Masse auf Raumtemperatur abgekühlt ist. Das Tonic Water in eine Schüssel geben, den Zuckersirup hinzufügen. Die Mischung abdecken und entweder über Nacht oder mindestens 5 Stunden lang in den Kühlschrank stellen, bis sie schön durchgekühlt ist.

Danach die Gurkenscheiben mit der Hand kräftig ausdrücken und den austretenden Gurkensaft auffangen. Gin, Limetten- und Zitronensaft sowie die Schale der Limette gemeinsam mit dem Gurkensaft zur gekühlten Mischung geben und in der Eismaschine zu Sorbetto verarbeiten.

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Falls ihr keine Eismaschine habt:

Die gekühlte Mischung in eine Chromstahlschüssel oder einen ähnlich geeigneten Becher füllen und für 6 bis 8 Stunden in den Tiefkühler stellen. Dabei stets alle 45 Minuten die Eismasse mit einem Pürierstab, Schwingbesen oder einer Gabel kräftig durchrühren, so dass sich die Eiskristalle brechen und das Sorbet eine geschmeidige, cremige Konsistenz erhält.

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10 Antworten to “Gin Tonic Sorbetto”

  1. cookinator 3. Mai 2015 um 23:33 #

    Ja, leider geil der gute Gin. Habe neulich gebeizten Lachs mit Gin zubereitet 🙂
    Gruß
    der Cookinator

    • marco 4. Mai 2015 um 15:54 #

      Und wie 🙂 Die Ginbeize für Lachs habe ich auch noch auf dem Schirm!

  2. essen & l(i)eben 5. Mai 2015 um 14:06 #

    ach Marco.

    falls ich mich in Zukunft mal trennen werde/würde/sollte/müsste 😉 dann werde ich definitiv dieses Sorbet machen. das ist ja scheinbar besser als jeder Partner (frei zitiert aus Deinem Text *hoch amüsiert*). Vielleicht mache ich es aber auch schon vorher mal – weil mir die Zeile „getting drunk on ice cream“ so gut gefallen hat auf Facebook. und weil ich GT so gern mag. und weil meine Eismaschine schon fast das Gefühl hat, ich hätte n andern.. – ich mein ne andere (so selten wird sie benutzt). und auch weil es für gutes Essen (Trinken? was denn nun?) ja immer einen guten Grund gibt.

    wieso ist eigentlich kein Pfeffer in Deinem Sorbetto? 😉

    begeisterte Grüße und Danke fürs aus-dem-Mittagstief-holen,
    Natalie

    • marco 7. Mai 2015 um 09:22 #

      Ich schlage definitiv vor, dass du es mal vorher machst, liebe Nathalie 😉 Oder du legst dir gleich einen grossen Vorrat an. Dann freut sich auch deine Eismaschine 🙂 Die Liebe zu Gin scheinen wir beide ja zu teilen (da waren auch noch andere Sachen, nicht?). Mir schwebt demnächst ein Sorbet mit Rhabarber und Gin vor! Für die sauren Stangen hast du ja auch eine Schwäche… Und tatsächlich: beim Genuss von diesem GT Sorbetto hier weiss man wirklich nicht recht, ob man isst oder trinkt. Try it out 😉 Und dann jaaa, mach Pfeffer da rein. Keine Ahnung, warum ich das irgendwie verschlafe habe… :-/

  3. Nele Büsing 31. Mai 2015 um 11:44 #

    Schnaps im Essen kommt immer gut, aber Schnaps im Eis ist auf jeden Fall genial!!! Eis kann man schließlich immer Essen und macht ohne Alkohol schon gute Laune, kann durch Gin also nur nooooch besser werden. Ob hip oder nicht, Gin Tonic schmeckt ja auch einfach fantastisch. 😉
    Da muss ich gleich morgen mal die Eismaschine aus dem Keller holen….

    Liebe Grüße,
    Nele

    • marco 3. Juni 2015 um 17:38 #

      Wie recht du hast, liebe Nele! Gerade jetzt, wenn die Tage wieder wärmer werden, dann läuft bei mir die Eismaschine auf Hochtouren! Gut, dass deine auch aus dem Keller rauskommt 😉

  4. Zitronen und Olivenöl 31. Mai 2015 um 20:27 #

    Genial, davon hätte ich jetzt gerne eine „Familienpackung“

    • marco 3. Juni 2015 um 17:40 #

      Und dann ganz alleine futtern 😉

  5. anisasleichtekueche 14. Juni 2015 um 09:51 #

    Das Bild sieht ja klasse aus !

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