Currysuppe mit Cashew-Sahne

9 Dez

I feel souper!

Sobald die kalte Jahreszeit langsam Einzug hält, beginnt bei mir jeweils eine zwar noch junge, aber mittlerweile schon sehr eingesessene Tradition: der Suppenmontag. Montage kann ja ohnehin keiner leiden. Das Wochenende ist vorbei, man muss wieder zur Arbeit und es dauert fünf ewig lange Tage, bis man sich wieder ab dem Freitag erfreuen kann.

Halb so wild für mich, denn montags freue ich mich jeweils den kompletten Tag über auf den nahenden Feierabend. Dann geht’s ab nach Hause und es wird Suppe gekocht. Mit einem guten Mixer oder Zauberstab lässt sich nämlich so ziemlich alles in eine Suppe verwandeln – und bietet somit ein prima Versteck für die Reste im Kühlschrank vom Wochenende.

Ausserdem spart man Zeit, denn Suppen kann man verdammt schnell zu sich nehmen, also quasi trinken. Zutaten schnippeln, rein in den Topf, Deckel drauf, Herd an, Füsse hoch. Anstelle der hochgelagerten Füsse mache ich mich jedoch, während die Suppe auf dem Herd gemählich vor sich hinköchelt, an den wöchentlichen Hausputz. Staubsaugen (was auf mich tatsächlich eine enorm beruhigende Wirkung hat!), abstauben, Klamotten waschen, Bad reinigen. Die Vorfreude auf das wärmende Schüsselchen Suppe im Anschluss motiviert mich da gleich zusätzlich. Und heute gab’s was besonderes: Currysuppe mit Cashew-Sahne.

Cashew-Sahne? Genau, schon richtig gehört! Sie ist der letzte Schrei und ich bin selbst erst seit kurzem darüber gestolpert. Gotta love it! Das Rezept für die feine Currysuppe habe ich mir beim lieben magentratzerl abgeguckt. Die hatte es kürzlich im Rahmen einer Buchrezenssion gepostet und für mich stand fest: ein klarer Fall für den Suppenmontag. Makes me feel souper!

Currysuppe für 4 Personen

  • 3 EL Weizenvollkornmehl
  • 2 EL Currypulver
  • 1 l Cashewmilch (siehe unten)
  • 1 EL Bouillonpulver
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 grüne Chilischote
  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • 1 TL Kräutersalz
  • 200 gr Mandelblättchen
  • 125 ml Cashewsahne (siehe unten)

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Für die Herstellung der Cashewmilch werden 200 g Cashewkerne mit 1 Liter Wasser im Mixer zerkleinert. Wer über ein leistungsstarkes Mixgerät mit ordentlich PS verfügt, der braucht die Cashews vorab nicht weiter zu behandeln. Für alle anderen empfiehlt es sich, die Cashews während einiger Stunden im Wasser einzuweichen. Die fertige Cashewmilch könnt ihr anschliessend beiseite stellen. Wer mag, der filtert die Milch vorab durch ein feines Sieb. Wer’s lieber etwas stückiger mag, der kann diesen Schritt auch ohne weiteres auslassen.

Die Herstellung von Cashew-Sahne verläuft eigentlich nach dem selben Prinzip, nur werden hier mehr Cashews pro Deziliter Milch verwendet. Am besten mixt ihr 100 g Cashews mit 2 dl Wasser und streicht das Ganze durch ein feinmaschiges Sieb. Die Sahne bis zum Gebrauch kühl stellen.

Nun wird in einer heissen Pfanne das Öl erwärmt und die klein gehackte Zwiebel, Knoblauch und Chili darin 5 Minuten angeschwitzt. Anschliessend das Ganze in eine Schüssel oder einen tiefen Teller geben und auskühlen lassen.

In der selben Pfanne das Mehl ohne Fett kurz anrösten, danach das Currypulver hinzufügen und ebenfalls kurz mitrösten. Nun die Zwiebel, Knoblauch und Chili wieder hinzufügen und unter Rühren mit der bereit gestellten Cashewmilch ablöschen. Bouillonpulver hinzufügen und alles unter ständigem Rühren erhitzen und im Anschluss einige Minuten köcheln lassen.

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Die Suppe mit Kräutersalz, Curry und schwarzem Pfeffer abschmecken.

Die Mandelblättchen in einer Pfanne ohne Fett goldbraun anrösten.

Die Cashewsahne aufschäumen (zum Beispiel mit einem elektrischen Milchschäumer oder Pürierstab)  und zum Schluss unter die Suppe heben.

Zum Anrichten die Suppe mit den gerösteten Mandelblättchen bestreuen und mit ein wenig hausgemachtem Curryöl dekorieren.

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12 Antworten to “Currysuppe mit Cashew-Sahne”

  1. boulancheriechen 9. Dezember 2013 um 19:19 #

    So, und genau so was will ich heute abend! Mal sehen, ob ich noch Cashews habe!
    Der Suppenmontag ist eine tolle Idee!
    Und noch was: Wenn dich Staubsaugen beruhigt, kann man dich mieten? 😉

    • marco 9. Dezember 2013 um 21:21 #

      Ich hoffe du hast Erfolg! Ich war wirklich erstaunt, wie schnell die Suppe inkl. Aufschäumen der Cashew-Sahne zubereitet ist! Und ja, theoretisch könnte man mich mieten… wenn da bloss nicht die Distanz wäre 😉

      • boulancheriechen 9. Dezember 2013 um 22:15 #

        Danke, es war äußerst lecker! Fast food für Feinschmecker…, ich nahm Grünkern statt Weizen, weil mir das Glas gerade entgegen fiel und hatte auch nur 150 g Cashews, aber mein Mixer ist super, das wurde so sämig, dass ich fast auf 1 l Brühe auffüllen musste!
        Das war die Anregung des Tages, mir ist wohlig warm!

      • marco 9. Dezember 2013 um 22:21 #

        Wohlig warm. Genau so soll es sein! Ich habe mir auch gerade eben das dritte Schüsselchen gegönnt 😉 Ich war zunächst skeptisch, ob der Cashew-Geschmack wohl nicht zu intensiv wird, aber die Suppe wird wunderbar sämig und schmeckt wirklich hervorragend, finde ich.

  2. Dirk Staudenmaier 9. Dezember 2013 um 19:43 #

    Als ich die Überschrift gelesen habe, lieber Marco, dachte ich „Sapperlott, so eine Currysuppe ist mir die Tage doch schon einmal über den Weg gelaufen…“ Du hast meine nicht gestellte Frage aber auch gleich beantwortet: beim magentratzerl war´s… 🙂 Das mit der Cashew-Sahne ist eine tolle Idee, das muss ich irgendwann austesten, was man damit alles machen kann. Vielleicht mit dem ISI zu Schaum sprühen? Oder mit Schokolade eine Cashew-Ganache herstellen? Da gibt´s bestimmt jede Menge…
    Übrigens, wo wohnst du nochmal? Falls du nämlich aufgeregt bist, ich hätte hier was ganz beruhigendes für dich…. Musst den Staubsauger auch nicht mitbringen, ich würde unseren stellen… 😉
    Lieben Gruß, Dirk

    • marco 9. Dezember 2013 um 21:25 #

      Beim lieben magentratzerl war’s genau 🙂 Von da steht de facto noch einiges auf meiner Nachkochliste!

      Die Cashew-Sahne kann ich dir nur ans Herz legen, die hat es echt in sich! Ich bin ausserdem begeistert ab deinen kreativen Ansätzen zur weiteren Verwendung. Bisher habe ich mit Gemüse experimentiert und sie aufgeschäumt zu Pfifferling-Ravioli serviert. Auch sehr fein!

      Aber die Idee mit der Ganache merke ich mir! Ich bin seit kurzem stolzer Besitzer eines „Macarons für Anfänger“-Buches (auch dies dem magentratzerl sei Dank ;))… Und beim Saugen bin ich dann im Fall anspruchsvoll. Mindestens ein Dyson muss es schon sein 😉

  3. magentratzerl 9. Dezember 2013 um 20:46 #

    Marco, auch ich habe einen Staubsauger ….
    Und ich freue mich, was Du aus der Suppe gemacht hast, toll 🙂
    @ Dirk: das Cashew-Zeug lässt sich gut aufschäumen; ich habe so einen kleinen Milchaufschäumer, damit hat das super funktioniert. Für den ISI besser vorher abpassieren, ehe was verstopft?

    • Dirk Staudenmaier 9. Dezember 2013 um 21:05 #

      Oh, prima. Ich würde es vorher eh durch den Superbag jagen. Mir fällt gerade noch ein: Mit einem Ei müsste man es doch auch zur Rose abziehen und eine Crème draus machen können? Irgendwas damit füllen? Éclairs vielleicht? Hm….

      • marco 9. Dezember 2013 um 21:27 #

        Hhm… da rattert es im kulinarischen Oberstübchen 😉 Eine Crème wär wohl auch nicht schlecht. Oder ich hätte da gerade noch eine weitere Idee: stehst du nicht auch so auf Eis wie ich? 😉

    • marco 9. Dezember 2013 um 21:25 #

      Danke dir für die Inspiration dazu! Und das mit dem Staubsaugen scheint ’ne Marktlücke zu sein 😉

  4. Ulrich 10. Dezember 2013 um 10:48 #

    schon nachgekocht… genial – ich kannte diese Nussmilch und – Sahne bisher nur aus Veggie-Restaurants….

    • marco 10. Dezember 2013 um 16:38 #

      Wow, ich bin erstaunt! Beim Nachkochen bist du immer schnell, lieber Ulrich 😉 Freut mich! Die Cashew-Sahne bzw. -milch gehört momentan zu meinen Lieblinsgsprodukten in der Küche.

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