The Ultimate Club Sandwich

17 Sep

Die Mutter aller Sandwiches

Die Mutter aller Sandwiches mag zwar Engländerin sein, aber die bekanntesten Abkömmlinge stammen allesamt aus den USA. Und: ein gutes Sandwich ist deutlich mehr als nur belegtes Brot. Es vereint auf kreative Art und Weise die Fülle unterschiedlichster Geschmackskomponenten, ist kross und weich zugleich, kombiniert Fleisch und Rohkost, süss, salzig und scharf. Ein echter Alleskönner eben!

Ganz oben auf der internationalen Hitliste steht das Club Sandwich, welches wohl in jeder nur halbwegs guten Hotelbar rund um den Globus erhältlich ist. Das aufgetürmte Poulet-Speck-Mayonnaise-Eier-Brot ist auch tatsächlich das Gericht, welches Hotelgäste am häufigsten beim Zimmerservice bestellen.

Vertraut man dem vom Hotelbuchungsportal hotels.com aufgestellten Club Sandwich-Index ist übrigens Genf die teuerste Stadt der Welt. Der Index spiegelt das Preisniveau einer Stadt an eben den Preisen für ein Club Sandwich und hält fest, dass man nirgendswo soviel für den Klassiker berappt wie in den Genfer Luxushotels. Durchschnittspreis stolze 29 Franken!

So oder so: Sandwich essen ist Vertrauenssache. Manchmal auch Mutprobe. Oder einfach nur Leichtsinn. Vielleicht bin ich ja ein Weichei, aber wenn ich daran denke, wer da seine Hände im Spiel hatte… da vergeht mir manchmal der Appetit gehörig. In die ganz schlimmen Exemplare würde ich wohl nicht mal unter Folter reinbeissen. Deshalb gilt für mich: kein Sandwich schmeckt so gut wie hausgemacht.

Leckere Zutaten zwischen zwei Brotscheiben einklemmen kann man schliesslich bequem und für wenig Geld in den eigenen vier Wänden. Anstelle der klassischen Mayonnaise verwende ich hier übrigens eine aromatische Basilikum-Crème fraiche, welche wunderbar zum knusprigen Speck und den gebratenen Eiern passt. Wirklich einfacher zu essen, ist der „Hochstapler“ deswegen zwar nicht, aber hier schaffen die Spiesschen Abhilfe.

Das Resultat ist ein Club Sandwich das fünf Sterne verdient. Mindestens.

The Ultimate Club Sandwich

Trotz der vermeintlich architektonischen Herausforderung gilt: auch ein Club Sandwich bringt jedes Kind zustande. Begonnen wird mit der Sauce, für welche ich 2 Bund Basilikum im Mörser mit einer Prise Meersalz zerstosse und anschliessend mit 1 Becher Crème fraiche vermenge. Einige Spritzer Zitronensaft runden das Ganze ab.

Basilikum mörsern

Basilikum-Crème fraiche

Der Rest geht wirklich von Kinderhand. Vier Tranchen Speck in einer Bratpfanne ohne Fett knusprig braten und auf Haushaltpapier abtropfen lassen.

Ein Pouletbrüstli mit Schweizer Pass (oder anderer regionaler Herkunft) wird mit Salz, Pfeffer und Paprika kräftig gewürzt und anschliessend zwischen zwei Klarsichtfolien mit Hilfe eines Fleischklopfers oder einer grossen Bratpfanne flach geklopft. In einer Pfanne in wenig Öl beidseitig knusprig braten und anschliessend halbieren.

Bacon Baby!

Pouletbrüstli mit Schweizer Pass

Was muss sonst noch rein? Eier sind definitiv ein Must! Hartgekocht oder wie bei mir als Spiegelei sunny side down gebraten! Ausserdem frische Tomaten in Scheiben sowie knackiger Salat. Mögliche Alternativen wären ansonsten Salatgurken oder auch gerne frische Avocado. Ach ja, und Toastbrot kaufen nicht vergessen!

Spiegelei sunny side up (vorerst noch)

Zum Schluss muss die Geschichte nur noch Schicht für Schicht mit Sauce, Salat, Poulet, Toast, Sauce, Ei, Tomate, Toast, Sauce, Salat, Speck, Sauce und Toast hochgeschichtet werden. That’s it! Dazu some proper English crisps servieren! Ultimativ!

The Ultimate Club Sandwich

The Ultimate Club Sandwich

The Ultimate Club Sandwich

The Ultimate Club Sandwich

Advertisements

15 Antworten to “The Ultimate Club Sandwich”

  1. magentratzerl 17. September 2013 um 08:11 #

    Ich könnte davon jetzt bitte eines vertragen, das sieht zu verlockend aus!

    • marco 17. September 2013 um 20:19 #

      Schon um kurz nach 8 in der früh? Die Verlockung scheint geglückt 😉

  2. Tring 17. September 2013 um 09:47 #

    Lecker! Und es ist definitiv besser, so was zu Hause zu essen – jedenfalls für mich, die ich diese Dinger nie, aber auch wirklich nie, unfallfrei essen kann… 😉

    • marco 17. September 2013 um 20:21 #

      Ein weiterer Vorteil, da hast du recht! Ganz ohne Gabel und Messer ging’s aber auch bei mir nicht! Lag aber auch daran, dass ich anstelle der üblichen drei Toastscheiben vier verwendet habe! 😀

  3. essen & l(i)eben 17. September 2013 um 10:51 #

    da zeigt er uns Bilder, von Bacon, der in der Pfanne knusprig brät. Und dann dieses Ei, wie das Eigelb gold-saftig glänzt. Ich plädiere bei diesem Anblick dazu die Mittagspause vorzuverlegen.

    Die Mayonaisen-Alternative finde ich eine klasse Idee! ich mag die typischen Mayo- oder gar Remoulade-Varianten gar nicht, zumal im Hotel oft viel zu viel davon genommen wird. für meinen Geschmack zumindest.

    Hast Du Dich für das Clubsandwich-Ranking angemeldet? Wo können wir für diese Variante voten?

    und wußtest Du, dass das Sandwich letztes Jahr 250 Jahre alt wurde?

    • marco 17. September 2013 um 20:27 #

      Uff! Na so kurz vor der Mittagspause wäre mein Magen wohl auch schwach geworden! Erschwerend kommt hinzu, dass Sandwiches eigentlich zu jeder Tages- oder Nachtzeit munden. Oder geht das nur mir so?

      Nun, so eine hausgemachte Mayo oder ein leckeres Aioli, dagegen habe ich natürlich auch nichts einzuwenden! Aber die Basilikumfrische katapultiert das ganze Clubbie auf ein brutal hohes Niveau! Das Ranking fand leider ohne meine Variante statt! Dafür müsste ich wohl über ein eigenes Hotel verfügen 😉 Du scheinst dich aber gut auszukennen! Schon 250 Jahre? Respekt, Respekt! Ein echter Evergreen halt eben 🙂

  4. Anikó 17. September 2013 um 11:26 #

    Oh mein Gott! Sieht das gut aus! Ich glaube, ich muss mich nochmal ernsthaft an Sandwiches versuchen 🙂

    • marco 17. September 2013 um 20:28 #

      Danke, Anikó! Bei dir wären sicherlich noch Gurken drin 😉

      • Anikó 18. September 2013 um 10:35 #

        Wenn es nicht reingehört, würde ich auch keine Gurke reinmachen, aber gibt ja die leckeren, kleinen Gurkensandwiches bei den Briten 😀

  5. Posi 17. September 2013 um 12:55 #

    Das Glück war mir hold ! 🙂 und ich durfte sowohl bei der Zubereitung, wie auch anschliessend beim Genuss des herrlichen Sandwiches und der English Crisps mitdabei sein. Danke Marco und gerne wieder bei einer nächsten Gelegenheit :-).

    • marco 17. September 2013 um 20:29 #

      Jaja Posi, dir ging es gut! Du warst aber auch ein 1A-Brötchen-Toaster 😉

  6. Memse 17. September 2013 um 18:56 #

    Dieses Mal hatte ich auch Glück und war dabei beim Essen. Hat einfach traumhaft gemundet. Seit diesem wunderbaren, frischen Sandwich werde ich sicher keines mehr auswärts essen. Vielen Dank für die Bewirtung:-)

    • marco 17. September 2013 um 20:30 #

      Nun, es gibt Sandwiches und es gibt Sandwiches! Nicht alle sind schliesslich schlecht, aber man muss schon wissen wo man die Dinger isst… Übrigens gerne wieder 😉

  7. LisaCuisine 19. September 2013 um 19:34 #

    Da könnte ich sofort reinbeißen, auch auf die Gefahr hin, dass es nicht unfallfrei geht 😉 Aber ich finde, das ist ja gerade das schöne beim Sandwichessen. Man isst nicht nur, man fühlt es auch… lecker 🙂

    LG LisaCuisine

    • marco 20. September 2013 um 08:50 #

      Da hast du recht! Sandwichessen ist wie Spareribs essen! Die Finger sollen klebrig sein und der Mund verschmiert 😉

dein Senf dazu...

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: