Buttermilch∣Rhabarber∣Pesto

21 Mai

MittwochsBox #16

Kennt ihr eigentlich die MittwochsBox?

Mone von LeckerBox gibt regelmässig zur Wochenmitte ein Thema vor, nach welchem die eigene Lunchbox gefüllt werden soll. Damit sich auch Vollzeit arbeitende Menschen (halbwegs) abwechslungsreich und ausgewogen ernähren.

Das Motto: leckeres und gesundes Essen soll sinnvoll verpackt zur Arbeit mitgebracht werden und die neidischen Blicke der Kollegen auf sich ziehen.
Büro-Food für Anspruchsvolle sozusagen. Weit besser als das berühmte Sandwich über der Tastatur.

Dank meiner beruflichen Tätigkeit in der Gastronomie muss ich aber eigentlich äusserst selten nie mein Essen von daheim zur Arbeit mitbringen. Im Gegenteil: Ich bin dem Essen (und den Flaschen ;)) sozusagen sehr nahe.
Inklusive sämtlicher damit verbundenen Nebenwirkungen.

Nun denn, diese Woche aber stand die MittwochsBox ganz im Zeichen von selbstgemachtem Pesto. Diesem Aufruf bin ich natürlich trotzdem gefolgt. Ich konnte einfach nicht wiederstehen. Gesagt – gekocht!

Sintflutartig sind mir die Ideen im Kopf gesprudelt. Entschieden habe ich mich schlussendlich für ein süsses Pesto mit Pfefferminz, Zitronenmelisse und weisser Schokolade. Das bietet einen spannenden Kontrastpunkt zur Buttermilchcrème und dem karamellisierten Rhabarber.

Die Crème hat so sagenhaft gut geschmeckt, ich bin fast vom Stuhl gefallen. Da hätte ich mich reinsetzen und drin baden können. Und soviel davon löffelweise in mich reinschaufeln, bis ich wohl tagelang mit quälendem Ranzenweh in der Ecke gelegen hätte…

Zum Glück war die Crème aber vorher alle…

Buttermilchcrème (8 Portionen)

  • 1.5 dl Rahm (1)
  • 200 g Zucker
  • 1 Vanilleschote
  • 6 Blatt Gelatine
  • 1.5 dl Rahm (2)
  • 8 dl Buttermilch

Die erste Portion Rahm (1) in eine kleine Pfanne geben. Den Zucker und die aufgeschnittene Vanilleschote beifügen. alles unter Rühren langsam vors Kochen bringen, dann sofort von der Herdplatte ziehen und 10 Minuten stehen lassen.

Inzwischen die Gelatine in reichlich kaltem Wasser einweichen lassen.

Nach 10 Minuten die Vanilleschote aus dem Rahm entfernen. Die Gelatineblätter gut ausdrücken und im noch warmen Rahm unter Rühren auflösen. Nochmals 5 Minuten abkühlen lassen.

Inzwischen die zweite Portion Rahm (2) steif schlagen.

Die Buttermilch zur Vanille-Rahm-Mischung rühren, dann den Schlagrahm sorgfältig unterziehen.

Die Creme auf 8 Dessertschalen oder Gläschen verteilen und mindestens 3 Stunden kühl stellen.

Karamellisierter Rhabarber

  • 500 g roter Rhabarber
  • 4 EL Zucker
  • 20 g Butter

Die Rhabarberstangen rüsten und in kleine Stücke schneiden. In einer weiten Teflonpfanne den Zucker bei mittlerer Hitze goldbraun karamellisieren. Rhabarberstangen beigeben, mit Butter verfeiner und das Ganze 5 Minuten leicht kompottartig einköcheln lassen.

Süsses Pesto

  • 1 Bund Pfefferminze
  • ½ Bund Zitronenmelisse
  • ½ Bund Basilikum
  • 20 g weisse Schokolade
  • 6 EL Traubenkernöl
  • ½ Zitrone, Saft
  • 8 g Pinienkerne, geröstet
  • 1 TL Puderzucker

Von den Kräutern die Blättchen entfernen und grob hacken. Die Schokolade fein in Stückchen schneiden (besser nicht raffeln, wie auf dem Bild!)

Alles mit den restlichen Zutaten im Mörser zerstossen oder in einen Mixer geben. Dabei den Mixvorgang allerdings so kurz wie möglich halten, der Farbe und des Aromas wegen. Falls nötig mit etwas zusätzlicher Zitrone oder Puderzucker abschmecken.

Es grünt so schön...

Death by White Chocolate

Das süsse Pesto zusammen mit dem karamellisierten Rhabarber auf der Buttermilchcrème anrichten. Kleine, hübsche Gläschen eignen sich dazu perfekt! Und für den Dessert im Büro einfach noch den passenden Deckel draufmachen!

En Guete!

Buttermilchcrème mit süssem Pesto

Buttermilchcrème mit süssem Pesto

Und weil das Ganze so gut geschmeckt hat und ich langsam Gefallen an Blog-Events finde, habe ich mein Rezept auch gleich noch beim Rhabarber-Event von Küchenplausch eingereicht…
Die Saison dauert ja schliesslich nur noch bis Ende Monat 😦

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15 Antworten to “Buttermilch∣Rhabarber∣Pesto”

  1. Memse 21. Mai 2013 um 20:39 #

    Das wäre vielleicht genau ein Dessert für mein Weinseminar. Was meinst Du?

    • marco 21. Mai 2013 um 21:54 #

      Ja, moll! Das wär sicherlich was und schmeckt bestimmt auch deinen Gästen! Rezept hast du ja jetzt 😉

  2. leckerbox 21. Mai 2013 um 20:40 #

    Ohman, du bist verrückt, sieht das köstlich aus! Kriege ich jetzt bitte sofort eine Portion davon? Yummy, das muss ich dringend ausprobieren. Bei mir gibt es Morgen mein erstes selber zubereitetes pikantes Pesto! Kein Problem das du heute schon gepostet hast…so super ernst nehme ich das nun auch nicht 😉
    Vielen liebe Dank das du dabei bist.
    Liebe Grüße
    Mone 🙂

    • marco 21. Mai 2013 um 21:58 #

      Salut Mone,
      ich hatte grossen Spass beim werweisen über ein mögliches Rezept für die MittwochsBox und bin schon gespannt auf deine ersten Pesto-Gehversuche 😉
      Irgendwie kann ich es immer noch nicht recht glauben, dass du noch nie nie Pesto zubereitet hast!

      Schön, dass ich dir auch die süsse Version schmackhaft machen konnte 😉
      liebe Grüsse
      *marco

      • leckerbox 21. Mai 2013 um 22:01 #

        Irgendwie bin ich bisher noch nie auf die Idee gekommen Pesto selber zu machen. Und frage mich bitte nicht warum, ich weiss es selber nicht. Dabei ist mir das gekaufte auch immer viel zu ölig…und daher kaufe ich es ganz, ganz selten. Du kannst gespannt sein…aber ich glaube es gibt noch bessere Kreationen.
        Liebe Grüße
        Mone 🙂

  3. Zoe 21. Mai 2013 um 21:13 #

    OMG, süßes Pesto, ich bin sowas von verliebt! Klingt großartig und wird auf jeden Fall demnächst (in einer veganisierten Version, aber das ist nicht schwer) nachgemacht! Danke für die tolle Idee!
    xo Zoe

    • marco 21. Mai 2013 um 22:00 #

      Freut mich, dass ich dir mit dem Pesto Schmetterlinge in den Bauch zaubern konnte 😉
      Aus reiner Neugier… wie schaut denn die vegane Version aus? Mit der Buttermilch wird das aber schwierig, nicht?

      liebe Grüsse
      *marco

  4. tomatenblüte 26. Mai 2013 um 16:29 #

    Mit Rhabarber kannst du mich immer locken und die Buttermilchcreme und das Pesto…Hunger!!

  5. Tanja 27. Mai 2013 um 17:41 #

    Und sowas gibt es bei Dir in der Mittagspause??? Du bist wahrscheinlich sehr beliebt bei der Arbeit ;D Ich bin jedenfalls ein bißchen neidisch. Meine Kollegen bringen höchstens mal ne Familienpackung Duplo mit und über mich selbst sollte ich besser schweigen – wenn ich es mal schaffe die Reste von gestern in eine Rostimepal-Dose zu verfrachten und auch noch dran denke die mit ins Büro zu nehmen, bin ich schon ganz stolz auf mich. Ich glaube ich muss da auch mal mitmachen.
    Danke jedenfalls für das coole Rezept – auf süßes Pesto bin ich noch nicht gekommen auch wenn ich ansonsten ein echter Pestofan bin
    Liebe Grüße
    Tanja

    • marco 27. Mai 2013 um 21:21 #

      Liebe Tanja,
      freut mich hier von dir zu lesen! Es ist leider nicht die Regel, aber zwischendurch darf man sich ja auch bei der Arbeit etwas gönnen 😉 Und ich meine Duplo ist doch immerhin schon mal ein Anfang 😀

      Super, dass dir das Rezept gefällt! Die süsse Variante hat es echt in sich! Unbedingt ausprobieren 😉

  6. Isabell 31. Mai 2013 um 14:38 #

    wahnsinn,…das sieht ja wirklich ober lecker aus. wie kommt man denn bitte auf so eine tolle Idee? süßes Pesto hab ich noch nirgends gesehen.

    vielleicht hast du ja noch Lust mit deinem Rezept bei unserem Foodblog Rhabarber-Event ( http://www.kuechenplausch.de/events/cmviews/id/77 ) auf Küchenplausch mitzumachen. Es gibt auch schöne Preise zu gewinnen und viele tolle Rhabarber-Rezepte zu entdecken.

    Liebe Grüße
    Isabell

    • marco 5. Juni 2013 um 09:45 #

      Liebe Isabell, es hat tatsächlich noch viel besser geschmeckt, als es ausschaut 😉 Süsses Pesto kombiniere ich seit vielen Jahren immer wieder mal für ein Dessert! Das ist ja das schöne beim Pesto, der Fantasie sind eigentlich keine Grenzen gesetzt!

      Danke für den Link zum Rhabarber-Event, ich werde noch so gerne mein Rezept da einreichen! Und vermutlich gleich noch ein zweites nachlegen, die Rhabarber-Saison dauert ja leider nicht mehr soo lange 😦

  7. Irene 6. Juni 2013 um 14:08 #

    *grins* Ranzenweh….. ich finde es aber auch ein total gelungenes Dessert 🙂 zudem sieht es sehr chic aus.
    Liebs Grüessli
    Irene

    • marco 6. Juni 2013 um 22:38 #

      Ich trauere jetzt schon der bald endenden Rhabarbersaison nach… Und so wie ich dich kenne: du bestimmt auch, liebe Irene 😉

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