Mohnstreuselkuchen

14 Nov

Das Leben ist zu kurz für Knäckebrot

Hat mal irgendwer gesagt. Dem kann ich natürlich nur beipflichten. Man muss sich auch mal etwas gönnen. Zum Beispiel ein deftiges Stück herzhaften Mohnstreuselkuchen – oder drei!

Kürzlich hatte ich ja mal wieder Geburtstag! Da freue ich mich immer besonders drauf! Nicht bloss der Geschenke, der vielen Küsschen, Gratulationen und des feierabendlichen Umtrunks wegen, sondern weil ich dann mal wieder meinen Ofen anschmeissen darf und zur Höchstform auflaufe: Kuchen backen! In diesem Jahr erfreuen sich die Kollegen bei der Arbeit eines einmalig leckeren Mohnkuchens mit deftig vielen Streuseln drauf. Geht es euch nicht auch so? Kuchen mit Streuseln sind echt eine Bereicherung. Egal was sich darunter verbirgt und ob man es mag, alleine der Streusel wegen lohnt sich die Sünde der Verkostung. Die absolute Krönung jeder Kaffeetafel. Es heisst ja schliesslich Kaffee und Kuchen, nicht Kaffee und Brot.

Ich mag mich noch gut an meine erste Begegnung mit diesem Kuchen erinnern: es war Liebe auf der ersten Biss! Genussvoll schmatzend und mit Krümeln im Mundwinkel war ich der Überzeugung, ich hätte wohl noch nie etwas soo Gutes gegessen! Üppig, aber gut! Auf zweimaliges Nachfragen hin, habe ich dann auch tatsächlich das Rezept dazu erhalten, welches ich nun gerne mit den Zuckerbäckern unter euch teile…

Und diejenigen wissen ja bestimmt: am nächsten Tag schmeckt der Kuchen noch besser! Also ruhig einen Tag im Voraus die Backstube einheizen… Mindestens…

Und so geht’s für eine Springform von 24 cm Durchmesser:

Mürbeteig

  • 200g Mehl
  • 80g Zucker
  • 80g Butter
  • 2 Eier
  • 1 ½ Päckchen Backpulver
  • 1 Päckli Vanillinzucker

Alle Zutaten mischen und zu einem Teig kneten. Teig ca. 30 Minuten kaltstellen, sonst bringt man ihn anschliessend nicht in die Form. Mit dem ½ Teig den Boden der Springform auslegen. ½ Teig für den Rand nehmen. Vorsicht, das Rezept ist ziemlich knapp bemessen. Die Naschkatzen unter euch sollten sich also mit dem Genuss von rohem Teig etwas zügeln, da ansonsten der Rest nicht ausreicht.

Mohnbelag

  • 5 dl Milch
  • 5 EL Hartweizengries
  • 200g Mohn
  • 200g Zucker
  • 1 dl Vollrahm
  • 1 Fläschchen Rumaroma (wahlweise)

Milch aufkochen, Gries einrühren und rund 20 Minuten lang aufquellen lassen. Danach den Mohn einrühren, Zucker hinzufügen, geschlagenen Rahm unterziehen und allenfalls mit Rumaroma abschmecken.

Nun die Masse auf den vorbereiteten Teigboden geben.

Streusel

  • 250g Mehl
  • 175g Butter
  • 175g Zucker
  • 1 TL Zimt

Mehl, Zucker und Zimt in eine Schüssel geben und vermengen. Flüssige Butter dazu geben und alles mit dem Mixer oder Mixstab zu Streuseln rühren. Über den Kuchen streuen und fertig!

Ofen vorheizen und den Kuchen bei 200° bis 225°C etwa 45 bis 50 Minuten lang backen.

WICHTIG: den Kuchen vollständig auskühlen lassen, bevor er angeschnitten wird.
Aber eben, wie erwähnt, zwei Tage im Voraus zubereitet schmeckt er ohnehin viel besser!

Die „Aaahs“ und „Ooohs“ werden euch gewiss sein!

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10 Antworten to “Mohnstreuselkuchen”

  1. salzpfefferkokos 14. November 2012 um 18:51 #

    Toller Kuchen! Von Mohn und Streuseln kann man nicht genug bekommen 🙂 Hast du gemahlenen oder ganzen Mohn verwendet?
    Und wenn das so ist: Alles Liebe nachträglich zum Geburtstag!

  2. marco 14. November 2012 um 19:15 #

    Meine Worte! Mohn und Streusel sind ein perfektes Paar!
    Hhm… ich habe ganzen Mohn verwendet. Wäre eigentlich von selbst gar nicht auf die Idee gekommen, den Mohn zu mahlen 🙂

    Stelle ich mir aber durchaus interessant vor! Muss ich halt bald nochmals backen 😉
    Und vielen Dank für die Glückwünsche! 😉

  3. Micha 14. November 2012 um 19:31 #

    Dann wünsche ich dir nachträglich zum Geburtstag immer eine knackige Streuselschicht auf allem 😉

    viele liebe Grüße

  4. tomatenblüte 14. November 2012 um 21:38 #

    Verblüffend….hast du den Mohn wirklich nicht gemahlen? Gemahlen…richtigerweise gequetscht schmeckt der Mohn erst wirklich gut.
    ..Nachträglich noch alles Gute zum Geburtstag! Ich wünsch dir alle Tage ein süßes Stückchen.. 🙂

    • marco 14. November 2012 um 21:47 #

      Oh Mensch…Langsam dämmert’s mir immer mehr, da habe ich wohl wirklich was verpasst 😦

      Irgendwie bin ich gar nicht auf die Idee gekommen, obwohl es ja eigentlich auf der Hand liegt.
      Naja, sei’s drum… den Kuche backe ich bestimmt bald wieder…und warte nicht noch einmal ein Jahr 🙂

      Und lieben Dank für die Glückwünsche!

      • tomatenblüte 14. November 2012 um 21:50 #

        Wäre wirklich ein Jammer wenn du ein ganzes Jahr warten würdest 🙂 🙂

  5. salzpfefferkokos 15. November 2012 um 19:28 #

    Ich nehme immer Quetschmohn für meine Mohnzöpfe/-schnecken… Allerdings in Ermangelung an Küchengerät den Gekauften… Selbst gemahlen schmeckt sicher nochmal so gut! Außerdem soll er dann besser verdaulich sein. Mein letzter Kuchen mit Mohn war der Lemon-Poppy-Seed Kuchen von Joy of Baking… Sehr empfehlenswert. Mohn und Zitrone reicht fast an Mohn und Streusel ran. 🙂

    • marco 15. November 2012 um 22:21 #

      Meine liebe Verena, du scheinst ja eine richtige Mohnexpertin (und -liebhaberin) zu sein 🙂 Habe mir eben deinen Post zu Addicting Mr. Mohnzopf angeschaut und ich kann den zusätzlichen Geschmack beim Quetschmohn richtiggehend riechen…

      Aja, und das Lemon-Poppy-Seed-Kuchen-Rezept darfst du mir ruhig mal zustecken 😉

      • salzpfefferkokos 17. November 2012 um 00:23 #

        Bitteschön: Lemon Poppy Seed Cake Habe braunen Zucker verwendet wenn mich nicht alles täuscht und auch geringfügig weniger… einfach mal testen 🙂 Suuuupersaftig!

  6. lamiatrattoria 17. November 2012 um 18:21 #

    Da ist er ja, der sehnsüchtig erwartete Mohnkuchen! Und mit Streuseln kann man sowieso nichts falsch machen ;-). Sieht super aus, deine Kollegen sind zu beneiden!

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