Mie goreng

22 Aug

Indonesisch tafeln – Teil 2

Weil’s gerade kürzlich Chinesisch gab und weil’s so lecker war, legen wir gleich nochmals einen drauf und kochen erneut was Tolles aus dem fernen Osten Asiens… (Es chund dänn defür au gli mal öpis us de Schwiiz!)

Und das beste daran ist, dass es wunderbar zackig geht und perfekt als schnelles Znacht für Zeitgeplagte dient!

Aber warum mögen wir Europäer eigentlich so gerne asiatisch? Zumindest die meisten von uns!

Nun, asiatisches Essen ist ziemlich einfach und schnell zubereitet, schmeckt lecker, ist oft sogar ordentlich gesund -von chinesischen frittierten Schweinefüssen mal abgesehen- und eigentlich kann man dabei fast nichts falsch machen! Da in den meisten Rezepten Sojasauce verwendet wird, kann somit auch auf Salz verzichtet werden, was den besonders Gesundheitsbewussten sicherlich ebenfalls zu Gute kommt.
Wer mich kennt weiss: Bei mir darf’s bekanntlich gerne etwas mehr Salz sein.
Aber dies ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden…

Zurück zum Thema: vor einiger Zeit war mein Kumpel Pädde zu Gast und hat schön artig einige wunderbare Köstlichkeiten aus Indonesien mitgebracht. Damals genossen wir Saté ayam. Pouletspiessli (welche eigentlich gar keine waren), dazu lecker Erdnusssauce! Wer nicht weiss, um was es geht, kann es hier nachlesen. Von dieser indonesischen Völlerlei mit drei Gängen schulde ich euch ja bekanntermassen noch den Rest.

Na denn. Zweiter Gang, ein indonesischer All-Time-Favourite:
Mie goreng, gebratene Nudeln.
Und weil’s ja bekanntlich schnell gehen muss, heute die Instant-Version, welche nur wenige Minuten dauert…

Der geneigte Kenner Indonesiens horcht schon auf und reibt sich schmatzend die Hände. Wer schon mal in Indonesien war, der weiss, dass Mie Goreng beinahe schon als Nationalgericht bezeichnet werden darf und auf so ziemlich jeder der über 17’000 Inseln des Inselstaates gerne zu jeder Tages- und Nachtzeit genossen wird. Mie bedeutet übrigens übersetzt Nudeln, goreng heisst gebraten.

Aber auch diejenigen, welche noch nie in Indonesien waren, kennen das mittlerweile weltweit bekannte Gericht vermutlich ebenfalls. Dann wahrscheinlich aber eher unter dem bei uns geläufigeren und von den Holländer inspirierten Namen bami goreng, was aber schlussendlich ein und das selbe ist. Gibt’s für die Zeitgeplagten und Kochscheuen schliesslich seit Jahren auch von Anna’s Best und Konsorten als vermeintlich leckerer Mikrowellenznacht.

Mikrowellenfrass! Mann, das waren noch Zeiten!

Ganz so tief sinken wir heute nicht, aber wie in der Einleitung bereits angekündigt, machen wir es uns heute auch ziemlich einfach und probieren sozusagen eine Instant-Version von Mie goreng. Geht blitzschnell und bietet sich somit übrigens auch wunderbar als schnelles Nachtessen an, wo wir ja bereits wieder beim Thema Zeit wären.

Die meisten, die auch nur ein wenig was mit asiatischer Küche am Hut haben, können wohl heutzutage von sich behaupten, dass sie schon mal einen Asia Store aufgesucht haben. Da wo noch vor einigen Jahren überall die Güggeli-Stände waren, spriessen ja heute die Chinesen- und Thaishops wie Unkraut aus dem Boden. Und bestimmt habt ihr dort auch schon mal die unzähligen Instant-Noodle-Suppen entdeckt, welche es in diversen Geschmäckern von Hühnchen über Ente bis Shrimp gibt. Genau die brauchen wir heute!

Mie goreng kann (genauso wie übrigens nasi goreng mit Reis anstelle Nudeln) als klassischen Restenessen bezeichnet werden. Gemüse, Geflügel, Fleisch, Fisch, Eier und was gerade da ist wird einfach im Wok mit Nudeln gebraten – und fertig! Ihr könnt daher getrost verwenden, was der Kühlschrank gerade so hergibt…

Für 2 Personen als Zwischengang oder Vorspeise:

  • 1 Schalotte
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Chilis
  • 1 Ei
  • 1 Hand voll diverses Gemüse
  • 1 Hand voll Sojasprossen
  • 1 Hand voll junger Blattspinat
  • 1 Packung Instant Noodle (Geschmacksrichtung egal)

Schalotte, Knoblauch und Chili werden im Mixer, Cutter oder Mörser zu einer feinen Paste verarbeitet. Wer den Aufwand scheut kann die Zutaten natürlich auch gerne so fein wie möglich hacken, der Effekt ist allerdings nicht ganz derselbe. Die Mischung anschliessend im Wok unter stetigem Rühren in etwas Öl (wieso nicht Sesam?) scharf anbraten.

Nach einigen Minuten das Ei beifügen und weiterhin kräftig durchrühren.

Auch beim Gemüse machen wir es uns heute ganz einfach und greifen auf die Fixfertig-Mischung im Plastikbeutel aus dem Detailhandel zurück. Die gibt’s heute zum Wohle des faulen und zeitgeplagten Kunden in unzähligen Varianten zu kaufen. Wir entscheiden uns für eine Mischung mit Chinakohl, Karotten, Peperoni und etwas Mini-Mais.
Von dem Gemüse, den Sprossen und dem Spinat je eine Hand voll beigeben und weiterbraten.

Nun kommen die Fertignudeln ins Spiel! Packung aufreissen und Nudeln in den Wok geben. Ausserdem geben wir einen kleinen Gutsch Wasser hinzu. Die Instant Noodles brauchen tatsächlich nur sehr wenig Flüssigkeit und nur kurze Zeit, bis sie fertig sind. Nach und nach fügen wir also nur gerade so viel Wasser bei, bis es nach wenigen Augenblicken gleich wieder verdampft ist (wir wollen ja schliesslich keine Suppe!).

Dieser Schritt wird wiederholt, bis die Nudeln nach eurem Gutdünken al dente sind, was ca. 3-4 Minuten dauern dürfte. Zum Schluss nochmals ordentlich aufheizen und einmal kräftig anbraten!

Meistens befinden sich in der Nudelpackung noch zwei kleine Beutelchen mit etwas aromatisiertem Palmöl und einer Fertigwürzmischung. Wer mag, kann diese natürlich zusammen mit den Nudeln der Gemüse-Ei-Mischung ebenfalls beifügen. Da sind zwar allerlei fiese Geschmacksverstärker & Co. drin, über die ich normalerweise immer furchtbar schimpfe, aber meistens wandert an dieser Stelle auch bei mir das Zeugs ausnahmsweise in die Pfanne mit rein.

Zum Schluss mit etwas Sojasauce oder noch besser mit ketjap manis (Indonesische Sojasauce süss) oder ketjap asin (Indonesische Sojasauce scharf) nach Belieben abschmecken und voilà!

Also wenn’s das als Mikrowellenfrass zu kaufen gäbe, dann würde ich es euch definitiv ganz fest und uneingeschränkt ans Herz legen…

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