Amlou

16 Aug

1001 Sünde wert…

Amlou – allein der Name klingt verführerisch! Betörend, bezaubernd, verlockend! Süss, wuchtig, hinreissend sinnlich!Wenn Gerichte Geschlechter hätten, so wäre Amlou mit Sicherheit eine Frau – und was für eine!

Aber was ist Amlou eigentlich?
Es grenzt ja fast an Beleidigung, aber Amlou ist eigentlich so etwas wie die Nutella des Orients.
Oder noch treffender: was den Amis ihre Erdnussbutter, ist den Marokkanern eben Amlou.
Kurz und bündig: Amlou schmeckt himmlisch gut!
Da könnte ich mich reinsetzen!
Ausschlaggebend für den verlockenden, verführerischen Geschmack sind beste Grundprodukte, deren nur drei benötigt werden: Mandeln, Honig und Arganöl.

Arganöl, was ist denn das nun wieder? Was ganz Tolles! Kaufen, sage ich euch! Es schmeckt fantastisch! Arganöl wird aus den Früchten des Arganbaums gewonnen, welcher heutzutage bloss noch im Südwesten Marokkos wächst. Von den Berberstämmen in der Umgebung wurde Arganöl schon seit Jahrhunderten aufgrund seines exzellenten Geschmacks und der gesundheitsfördernden Wirkung geschätzt. Um das hochwertige Öl herzustellen ist allerdings ein aufwändiges, mühevolles Prozedere inklusive ordentlich anstrengender Handarbeit notwendig. Für die Gewinnung von einem Liter Arganöl werden rund 30kg Früchte benötigt. Im Vergleich dazu werden zum Beispiel für einen Liter Olivenöl bloss fünf bis zehn Kilo Oliven verarbeitet.

Dieser Aufwand wirkt sich verständlicherweise auch auf den Preis aus. So ist Arganöl eher etwas für dick gepolsterte Portemonnaies und 70 Stutz für den Liter sind dann halt beinahe schon Standard, was sich aber definitiv lohnt! Geschmack und Aroma erinnern wild durchmischt an Baumnüsse, Mandeln, leicht verbrannt, holzig und butter-karamellartig mit ganz eigenen Noten. Ihr seht schon, ich schwärme schon wieder!
Das Öl gibts beim Türken des Vertrauens, aber auch in Delikatessengeschäften und teilweise im Detailhandel zu kaufen. Wer mal darüber stolpert sollte unbedingt zugreifen.

Das hier vorgestellte Rezept stammt aus dem Buch Gewürzküche aus Marrakesch von Andy Harris. Tolle Lektüre! Da möchte ich am liebsten die Koffer packen und mit dem nächsten Flieger verreisen.

Die Zubereitung von Amlou geht eigentlich ganz fix und ohne grossen Aufwand. Ihr benötigt dafür 250g Mandeln, welche ihr im Mixer nach Gusto verkleinert. Ich mag mein Amlou eher „crunchy“, also noch mit Stückchen drin. Wer’s lieber fein und glatt mag, der gibt halt einfach im Mixer noch einige Umdrehungen mehr. Wer’s lieber geröstet mag, der kann die Mandeln auch gerne in einer Pfanne ohne Öl noch etwas rösten. Anschliessend die Mandeln in eine Schüssel füllen und mit 150ml Arganöl und 4 EL klarem, flüssigem Honig gründlich vermengen. Fertig!

Optisch zugegebenermassen nicht gerade hinreissend, überzeugt Amlou im Gaumen dafür umso mehr!

Welchen Honig ihr bevorzugt überlasse ich an dieser Stelle jedem selbst. Von meiner Seite seihen an dieser Stelle keine Favoriten genannt, denn ich konnte mich leider noch nicht festlegen. Ich freue mich jedoch auf eure Erfahrungsberichte.

    

Das Ganze hält sich in einem sterilisierten Einmachglas etwa 2 Monate lang. Kühlung ist nicht notwendig. Öl und Honig gehören schliesslich nicht in den Kühlschrank.

Amlou passt ganz formidabel zum Sunntigszüpfe, ins Jogurth gerührt, als Topping für euer Lieblings-Gelati oder auch zu Pancakes. Demnächst möchte ich auch mal versuchen damit zu backen, wer mir zuvorkommt, nur zu! Gerne bin ich für eure Rezeptkreationen offen…

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Eine Antwort to “Amlou”

  1. Looookaz 17. August 2012 um 09:09 #

    Gseet chli us we Gchörblets, aber sicher nu lekkker mit 3 k! Schenk mer doch mal es Glas… Es lohnt sich. Für mich! Muahaha….

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