Basilikumblütenrispen im Bierteig

27 Jul

Jetzt sind sie perfekt! Basilikumblütenrispen! Dick und prall, kurz vor dem Platzen und voll purem Geschmack nach Sommer, Süden und Sonne!

Die Basilikumgärtnerinnen- und gärtner unter euch (was mittlerweile ja beinahe als Volkssport bezeichnet werden kann), werden sich mit dem folgenden Rezept sicherlich anfreuden, zumal es gleich mehrere Gründe gibt, die Blütenrispen beim Basilikum zu schneiden. Einerseits rauben die Blüten der Pflanze ’ne ganze Menge Kraft, welche sie ansonsten in das Wachstum und die Würze der saftig-aromatischen Blätter stecken würde. Des Weiteren erhöht sich dadurch auch der Ertrag der Pflanze, da dort wo die Rispen geschnitten werden sich bald wieder neue Triebe bilden werden. Und zu guter Letzt schmecken die Dinger schlichtweg köstlich…mal ehrlich, was schmeckt schon nicht köstlich, wenn frittiert?

Wer seinen Basilikum natürlich zur blossen Zierde oder des feines Duftes wegen zieht und die weissen und durchwegs hübschen Blüten lieber dranlässt, der liest am besten nicht weiter und erfreut sich weiterhin seiner Pflänzchen. Für alle andere empfehle ich dann aber Folgendes:

Die Blütenrispen oberhalb der nächst grössten Blattpaare zurückschneiden. So ist garantiert, dass die Triebe wieder neu austreiben und sich euer Ertrag bald entsprechend erhöhen wird. Nun geht’s ab in die Küche…

Die Basilikumblütenripsen kurz unter fliessendem kalten Wasser abspülen und anschliessend auf Haushaltspapier gründlich trocknen lassen. In der Zwischenzeit könnt ihr schon mal den Bierteig anrühren. Dafür benötigt ihr 100g Weissmehl, 30g Stärkemehl (oder die gleiche Menge Weissmehl), 1 Eiweiss steif geschlagen, 1 Eigelb, eine ordentliche Prise Salz und natürlich Bier. Die Mehle mit dem Salz in eine Schüssel geben, Eigelb dazu und anschliessend 2 bis 2,5dl Bier unter Rühren beifügen. Mit dem Schwingbesen ordentlich durchrühren, so dass keine Klümpchen entstehen und danach für eine Weile in den Kühlschrank stellen. Das steifgeschlagene Eiweiss zieht ihr vorsichtig ganz am Schluss, kurz bevors ans Frittieren geht, unter den Teig. Der geneigte Leser bemerkt: „Vorsichtig“ lautet hier das Schlüsselwort, schliesslich soll der Teig schön fluffy und luftig bleiben…

Einziges Problem hier: Die Teigmenge gibt ganz schön was her und reicht normalerweise für ein Kilo Frittiergut!

Schöne Seich, ich weiss.

Ihr werdet wohl kaum genügend Basilikumblütenrispen auftreiben.

Es ist allerdings auch verdammt schwer die Menge zu reduzieren. Wie soll man denn ein halbes Eigelb verwenden?

Aber, man vergesse nicht. Frittieren lässt sich glücklicherweise so einiges. Um im Bereich der Kräuter zu bleiben erwähne ich sicherlich als erstes Salbeiblätter. Müsli Chüechli wie meine Nonno (ja, bei mir heisst die Grossmutter wie der Grossvater) die knusprig gebackenen Leckereien jeweils nannte. Ausserdem passen Rucola, Brennessel, Zucchettiblüten und Kapuzinerkresse ganz wunderbar! Am besten einfach ausprobieren!

So, und nun legen wir los!

Panierstrasse einrichten und ab gehts !
Mehl – Teig – Öl – Mehl – Teig – Öl – Mehl – Teig – Öl…

Nach einigen Minuten sind die Kräuter knusprig goldbraun ausgebacken. Nur noch kurz auf Küchenkrepp abtropfen lassen und dann grosszügig mit Fleur de Sel bestreuen. Am besten noch warm servieren und dazu viel kühles Bier trinken! Der Sommer kann kommen…

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2 Antworten to “Basilikumblütenrispen im Bierteig”

  1. Looookaz 27. Juli 2012 um 12:53 #

    Definitiv e cooli Idee für en gmüetliche Apéro… Wükkli lekker gsi! Wiiter so! Tu es! Tu es! 😉

  2. Posi 27. Juli 2012 um 18:52 #

    Simplemente sensacional, was du alles für gueti Rezäpt tuesch kreiere und das alles mit so viel liebi und fantasie ! Mach wiiter so, es macht uh Spass din Blog z’läse und ich freu mi scho uf di nächscht Überraschig !

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