Thai Sorbet

9 Jul

Auf dieses Rezept bin ich ganz besonders stolz, denn dieses Sorbet ist wahrlich eine Achterbahn auf der Zunge, eine regelrechte Geschmacksexplosion im Munde! Süsse, Säure, Schärfe, Fruchtigkeit und erfrischende Kälte vereinen sich hier in einem schier unendlichen Zusammenspiel.

Die Idee zu dieser Kreation entstand bei der Zubereitung eines thailändischen grünen Papayasalates. Dieses Sorbet stellt sozusagen das süsse Gegenstück dazu dar und vereint einen Grossteil der bereits im Salat verwendeten Zutaten zu einer himmlisch verführerischen Dessertvariante.

Zitronengras, Kaffirlimetten, Ingwer, Chili und Thai-Basilikum. Zugegeben, das Ganze klingt ganz schön „freaky“ und ist bestimmt nicht jedermanns Sache. Nichtsdestotrotz empfehle ich jedem die Zubereitung einmal auszuprobieren. An heissen Sommertagen, welche, ja ich gebe es zu, dieses Jahr noch auf sich warten lassen, erfrischt dieses Eis unheimlich und bringt eure Geschmacksknospen sozusagen auf eine Expedition über den Tellerrand hinaus!

Und ja, Freude herrscht, denn endlich ist es soweit! Ich habe mir einen langersehnten Kindstraum erfüllt und mir endlich eine Glacémaschine  zugelegt. Bereits zwei Tage nach Abschluss der Bestellung durfte ich vom Postboten voller Freude das Riesenpaket entgegen nehmen. Darf ich vorstellen: Der Nemox Gelato Chef 2200!

Das Baby wiegt stolze 10kg und braucht auch ordentlich Stauraum. Ganz billig war die Geschichte auch nicht wirklich, aber ich träume seit Jahren von meiner eigenen Gelateria und bin überzeugt, dass sich die Investition gelohnt hat. Aber wir werden es gleich sehen, auf ans Werk…

Für 4 Personen benötigt ihr folgende Zutaten:

  • 150g Zucker
  • 2 dl Mineralwasser mit Kohlensäure
  • 2 Stängel Zitronengras
  • 2 Kaffirlimetten
  • 4 Kaffirlimettenblätter
  • ½ Chile Habanero
  • 1 daumengrosses Stück Ingwer
  • 1 kleine Hand voll Thai-Basilikum
  • ½ TL Salz

Zunächst wird der Zucker zusammen mit dem Mineralwasser und einem halben Teelöffel Salz in einer Pfanne aufgekocht, bis sich der Zucker aufgelöst hat und eine sirupartige Flüssigkeit entsteht.

Die Limetten in der Zwischenzeit heiss abspülen. Die Schale beider Limetten abreiben und zusammen mit deren Saft zum Zuckersirup geben. Die Zitronengrasstängel ebenfalls waschen, mit dem Messerrücken leicht quetschen und in breite Stücke geschnitten zum Sirup hinzufügen. Ebenfalls den Ingwer, den halben Habanero und die Kaffirlimettenblätter beigeben und die ganze Geschichte 30 bis 40 Minuten lang ziehen lassen. Dabei immer wieder die Zutaten leicht drücken und quetschen, damit sich die Aromen mit dem Sirup schön verbinden. Für die Nicht-Chili-Aficionados unter euch, empfiehlt es sich den Habanero lediglich 15 Minuten lang ziehen zu lassen, da die Geschichte ansonsten ziemlich schnell ziemlich scharf wird…

Anschliessend den Zuckersirup durch ein Sieb passieren. Den Thai-Basilikum mit kalten Wasser waschen, mit einem Messer etwas klein schnibbeln und danach zusammen mit einem Eiweiss zum Zuckersirup geben und das Ganze mit dem Zauberstab ordentlich durchpürieren.

Wer wie ich eine Eismaschine besitzt, hat nun ein leichtes Spiel. Maschine gemäss Bedienungsanleitung vorbereiten und den Sirup einfüllen. Dann nur noch einschalten und warten bis… 

Das Eis gelingt aber auch ohne Glacémaschine. Dazu benötigt es lediglich etwas Geduld und ziemlich viel Zeit. So 6 bis 8 Stunden… Den Sirup dazu in eine Chromstahlschüssel oder einen ähnlich geeigneten Becher füllen und für 6 bis 8 Stunden in den Tiefkühler stellen. Dabei sollte aber unbedingt alle 45 Minuten die Eismasse mit einem Pürierstab, Schwingbesen oder einer Gabel kräftig durchgerührt werden, so dass sich die Eiskristalle brechen und das Sorbet eine geschmeidige, cremige Konsistenz erhält. Ihr wollt schliesslich keinen gefroreren Block am Schluss…

Klingt komplizierter als es ist! Ganz wunderbar passt zu dem Eis übrigens ein Papaya-Ragout. Dafür wird eine Papaya geschält, die schwarzen Kerne mit einem Löffel ausgekratzt und die Frucht in grobe Würfel geschnitten. Diese werden nun mit Puderzucker bestäubt und anschliessend mit dem Saft einer Limette, dem Mark einer ausgekratzten Vanilleschote und etwas gemahlenem Anis vermischt. Das Ragout einige Minuten durchziehen lassen (oder in einer Pfanne leicht erwärmen und einköcherln lassen) und zusammen mit dem Thai Sorbet servieren. Und ab geht die Achterbahnfahrt!

 

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5 Antworten to “Thai Sorbet”

  1. Looookaz 25. Juli 2012 um 08:11 #

    Alte, das tönt eifach nur affegeil! Würkli selte es originellers Rezept gläse… Wenn würkli allei uf das cho bisch, bisch ab sofort min absolute KItchen Hero! Lad eus doch am Wucheend uf en chline 5-Gänger mit dem Dessert ii, es lohnt sich… Muahaha! 😉 Greez from da Gallen

  2. annette 9. August 2012 um 10:32 #

    ich bin sprachlos. Ich LIEBE Som Tam und vermisse ihn aus den Thailand-Urlauben schmerzlich. Ab und an mache ich auch hier mal einen (der Blogpost dazu ist sogar gerade fast fertig..). Dementsprechend MUSS ich dieses Sorbet einfach haben. Leider habe ich mir im Gegensatz zu Dir den Traum von der Eismaschine noch nicht erfüllt – kannst du diese denn abschließend empfehlen?

  3. Che Gourmet 9. August 2012 um 11:27 #

    Hi Annette
    Som Tam schmeckt herrlich, da kann ich kaum genug kriegen davon, hast du recht! Das Rezept fürs Thai Sorbet kann ich jedem experimentierfreudigen (und thailändischem Essen zugeneigtem) Hobbykoch zum Ausprobieren empfehlen. Ziemlich freaky, aber halt mal ganz anders. Geht auch ohne Maschine, aber mit dem Nemox Gelato Chef 2200 bin ich (mittlerweile 3 Sorten Eis ausprobiert) sehr zufrieden. Geht kinderleicht, schnell, einfach zu reinigen und Konsistenz des Eis wird nahezu perfekt. Kann ich absolut empfehlen. 1 Stunde Arbeit und du hast einen ganzen Kübel voll hausgemachtem Gelato. Herrlich!

  4. Sandra 22. Mai 2013 um 15:50 #

    Wow – wirklich cool!! Wie machst du den deinen Papayasalat. Ich war vor kurzem in Thailand und bin immer noch im Kochfieber. Breitest du den Salat klassisch im Mörser zu ?
    Bunte Grüße

    • marco 22. Mai 2013 um 16:41 #

      Ganz klassisch im Mörser ja! Das muss schon sein 🙂 Meine Freunde lachen stets, wenn ich sage, wir mörsern gleich Salat!

      Ich verwende klassisch grüne Papaya, gerne aber auch noch zusätzlich grüne Mango (schmeckt toll!) und ein paar Möhrenstreifen (der Farbe wegen). Ansonsten natürlich genügend Chilis, Koriander, Shiso, wenig Thai-Basilikum, knusprig frittierte Schalotten und Knoblauch und als Topping Erdnüssen 🙂

      Knifflig ist eigentlich eh nur das Dressing finde ich…

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